Tarifkonflikt

Warnstreiks im Nahverkehr am Freitag

Betroffen sind Frankfurt, Wiesbaden und Kassel. In der Mainmetropole gibt es aber Alternativen zu den bestreikten Betrieben.

Frankfurt gehört zu den drei Städten, die betroffen sein werden. (Archivbild) Foto: Andreas Arnold/dpa
Frankfurt gehört zu den drei Städten, die betroffen sein werden. (Archivbild)

Berlin/Frankfurt (dpa/lhe) - Pendler in Hessen müssen sich heute auf Verspätungen und Ausfälle im Nahverkehr einstellen. Nach der ergebnislosen zweiten Tarifrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes hat die Gewerkschaft Verdi in sechs Bundesländern zu Warnstreiks aufgerufen.

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In Hessen sind Arbeitsniederlegungen geplant bei der VGF Frankfurt, der ESWE Verkehr in Wiesbaden und der KVG Kassel. «In den genannten Städten ist mit starken Einschränkungen des ÖPNV zu rechnen», teilte Verdi Hessen mit. Die Aktionen sollen ganztags von Betriebsbeginn bis Betriebsende dauern.

Keine Straßen- und U-Bahnen in Frankfurt

In Frankfurt fahren keine Straßen- und U-Bahnen, wohl aber S-Bahnen, Regionalbahnen und Busse. Der Grund: Nur U-Bahnen und Trams gehören zur VGF, die bestreikt wird. S- und Regionalbahnen werden von der Deutschen Bahn betrieben, Busse fallen unter einen anderen Tarifvertrag. 

Nach dem Anschlag in München am vergangenen Donnerstag sind «stille Streiks» geplant. Sie sollen vor und in den jeweiligen Betrieben stattfinden. Das geschehe «aus Respekt und Trauer gegenüber den Opfern», teilte Verdi mit.

Bundesweit sind 53.000 Beschäftigte in 69 Unternehmen in Städten und Landkreisen betroffen. Verdi will für sie mehr Lohn und mehr freie Tage erstreiten, die Verhandlungen mit Bund und Kommunen brachten zuletzt aber keine Annäherung. Die Arbeitgeber haben selbst noch kein Angebot vorgelegt.