Abweichler bei Grün-Schwarz

Was Ministerpräsident Özdemir über sein Wahlergebnis sagt

Die Mehrheit bei seiner Wahl war sicher - Cem Özdemir bekam aber nicht alle Stimmen aus der grün-schwarzen Koalition. Wie geht der neue Ministerpräsident damit um?

Der neue Ministerpräsident bekam nicht alle Stimmen seiner Koalition. Foto: Marijan Murat/dpa
Der neue Ministerpräsident bekam nicht alle Stimmen seiner Koalition.

Stuttgart (dpa) - Baden-Württembergs neuer Ministerpräsident Cem Özdemir hat sich über sein Wahlergebnis mit fehlenden Stimmen aus der grün-schwarzen Regierungskoalition gelassen geäußert. «Es ist ja immer so, dass ein paar sich gewünscht hätten, Ministerin oder Minister oder Staatssekretärin oder Staatssekretär zu werden», sagte Özdemir im Landtag von Stuttgart nach seiner Wahl zum Regierungschef. «Alle können halt nicht Minister und Staatssekretäre werden. Dass da der eine oder andere enttäuscht ist, das verstehe ich schon. Das halten wir aus.»

93 Parlamentarier hatten für den Grünen-Politiker gestimmt, es gab 26 Nein-Stimmen und vier Enthaltungen. Mindestens 19 Abgeordnete der grün-schwarzen Koalition verweigerten Özdemir damit die Gefolgschaft. Die grün-schwarze Koalition hat eine Mehrheit von 112 Stimmen im Parlament. Die Wahl erfolgte geheim, die erforderliche Mehrheit lag bei 79 Stimmen.