Trockenheit in Hessen

Wenig Regen lässt Grundwasser weiter sinken

Seit Monaten fehlt in Hessen der Regen. Eine nachhaltige Erholung der Grundwasservorräte ist voraussichtlich erst im kommenden Winterhalbjahr möglich.

Juli 2026: Weit verbreitet fallende Grundwasserstände (Symbolbild) Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Juli 2026: Weit verbreitet fallende Grundwasserstände (Symbolbild)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Die anhaltende Trockenheit setzt dem Grundwasser in Hessen zu. An der Hälfte der Messstellen seien im Juli niedrige oder sehr niedrige Werte festgestellt worden, teilte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie mit. Ursache sei vor allem der seit längerer Zeit ausbleibende Niederschlag.

Bereits im Winterhalbjahr 2025/2026 habe der unterdurchschnittliche Regen dazu geführt, dass mehr Messstellen niedrige Grundwasserstände verzeichneten, teilte das Landesamt mit. Der trockenste Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen verschärfte die Situation weiter: An rund 20 Prozent der Grundwassermessstellen seien neue Monatsniedrigstwerte festgestellt worden. In weiten Teilen des Landes lag das Niveau dabei unter dem des Vorjahres. 

Die Speicher könnten sich voraussichtlich erst im kommenden Winterhalbjahr wieder nachhaltig auffüllen, wenn es wieder längere Zeit stärker geregnet habe. Ein als «sehr niedrig» eingestufter Grundwasserstand sei jedoch nicht mit einem Wassernotstand gleichzusetzen. Als «sehr niedrig» gilt ein Grundwasserstand, wenn 90 Prozent der Vergleichswerte aus den Jahren 1991 bis 2020 darüber liegen, erklärte das Landesamt.

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