Ukraine-Krieg

Kreml: Putin verkündet Oster-Waffenruhe

Der Kremlchef ordnet zum orthodoxen Osterfest eine Feuerpause im Ukraine-Krieg an. In der Vergangenheit waren solch begrenzte Waffenruhen allerdings nicht sonderlich stabil.

Nach Kremlangaben hat der russische Präsident Wladimir Putin eine Oster-Waffenruhe angekündigt. (Archivbild) Foto: Alexander Kazakov/Pool Sputnik Kremlin via AP/dpa
Nach Kremlangaben hat der russische Präsident Wladimir Putin eine Oster-Waffenruhe angekündigt. (Archivbild)

Moskau (dpa) - Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Kremlangaben anlässlich des orthodoxen Osterfests eine knapp eineinhalb-tägige Waffenruhe im Krieg gegen die Ukraine verkündet. Sie soll demnach am Samstag um 16.00 Uhr (15.00 Uhr MESZ) beginnen und den gesamten Sonntag andauern. 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuletzt mehrfach eine Waffenruhe über die Osterfeiertage gefordert. Die orthodoxen Christen in der Ukraine feiern wie in Russland Ostern erst am kommenden Sonntag (12. April).

Verteidigungsminister Andrej Beloussow und Generalstabschef Waleri Gerassimow seien angewiesen worden, für den Zeitraum der Waffenruhe die Kampfhandlungen in allen Richtungen einzustellen, teilte der Kreml mit. 

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Die Truppen müssten bereit sein, mögliche Provokationen und jegliche aggressive Handlungen des Gegners zu unterbinden, hieß es in der Mitteilung. «Wir gehen davon aus, dass die ukrainische Seite dem Beispiel der Russischen Föderation folgt.»

Zeitliche begrenzte Waffenruhen waren zuletzt brüchig

In dem seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gab es schon mehrfach Versuche zeitlich begrenzter Waffenruhen. In der Vergangenheit warfen sich die Kriegsparteien dabei immer wieder gegenseitig Verstöße vor. Außerdem warfen sich beide Seiten vor, solche Phasen für die Neuaufstellung von Truppen sowie für Wiederaufrüstung zu nutzen. 

Im vergangenen Jahr hatte Putin am Karsamstag eine 30-stündige Waffenruhe verkündet. Auch über die Weltkriegsgedenktage im Mai gab es eine. Eine Weihnachts-Waffenruhe hatte der Kremlchef aber abgelehnt.