Angriff auf Zugpersonal

Zugbegleiterin von Fahrgast attackiert

Ein 36-jähriger Fahrgast hat in einem Regionalzug eine Zugbegleiterin ins Gesicht geschlagen. Laut Polizei hatte sie ihn auf das Rauchverbot hingewiesen.

Eine Zugbegleiterin ist von einem Fahrgast angegriffen und im Gesicht verletzt worden. (Archivbild) Foto: Jan Woitas/dpa
Eine Zugbegleiterin ist von einem Fahrgast angegriffen und im Gesicht verletzt worden. (Archivbild)

Köthen (dpa) - Eine Zugbegleiterin ist bei einer Fahrkartenkontrolle von einem 36-jährigen Fahrgast ins Gesicht geschlagen worden. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Angriff am frühen Montagabend in einer Regionalbahn auf der Strecke von Dessau nach Aschersleben in Sachsen-Anhalt. 

Den Angaben zufolge bemerkte die 46 Jahre alte Frau, dass der Reisende im Zug rauchte. Als sie ihn auf Höhe des Bahnhofs Köthen auf das Rauchverbot hinwies, drückte der Mann demnach erst seine glühende Zigarette an der Jacke der Frau aus und schlug ihr dann mehrfach mit der Hand ins Gesicht.

Atemalkoholtest ergab 2,36 Promille 

Die Zugbegleiterin habe sichtbare Verletzungen erlitten. Mehrere Reisende griffen ein und hielten den Mann bis zum Eintreffen der Polizei fest. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,36 Promille. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Am nächsten Tag wurde ein Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen erlassen. 

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Nachdem die Polizei den Mann am Bahnhof Köthen gestellt hatte, griff dieser den Angaben nach Einsatzkräfte an und bedrohte und beleidigte die Polizisten und Polizistinnen mehrfach. Verletzt wurde dabei niemand.

Entwicklung von Angriffen regional unterschiedlich

Nach Angaben der Bundesregierung wurden 2025 rund 2.690 Angriffe auf Beschäftigte der Deutschen Bahn von der Bundespolizei aufgenommen – etwa elf Prozent mehr als im Vorjahr. 

In der Statistik der Bahn, die auch nicht angezeigte Übergriffe enthält, ist der Trend positiver: Bei DB Regio gab es 2025 demnach sieben Prozent weniger körperliche Angriffe als im Jahr davor, allerdings bei großen regionalen Unterschieden: In der Region Mitte zum Beispiel sei die Zahl der Übergriffe im selben Zeitraum um 15 Prozent gestiegen. Die Region Mitte setzt sich aus den Regionen Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und dem nordbadischen Raum zusammen.