Tierrettung im Rhein-Neckar-Kreis

Unser lokal bekannter Berufstierretter Michael Sehr bei "taff"

Von eingeklemmten Ratten in Gullydeckeln bis zu freilaufenden Hunden - Michael Sehr rettet täglich Tiere aus misslichen Lagen. In der ProSieben-Sendung taff berichtet er von seinem Alltag.

Michael Sehr von der Berufstierrettung Rhein Neckar im "taff"-Beitrag Foto: © ProSieben
Michael Sehr von der Berufstierrettung Rhein Neckar im "taff"-Beitrag

Seit über 20 Jahren ist Michael Sehr mittlerweile für die Tierrettung im Einsatz. Er ist in ganz Deutschland bekannt und hat er bereits etliche Follower in den sozialen Medien, die seine Rettungseinsätze mit großem Interesse verfolgen. Am 13. Februar wurde bei ProSieben in der Sendung "taff" ein Beitrag über unseren regionalen Star ausgestrahlt, indem er die Zuschauerschaft durch seinen Alltag mitnimmt.

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Das haben wir in der Redaktion zum Anlass genommen, unseren lokalen Alltagshelden aus dem Rhein-Neckar-Kreis einmal genauer vorzustellen. Begonnen mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit bei der freiwilligen Feuerwehr und dem humanitären Rettungsdienst stand für Michael Sehr schnell fest: Im Bereich der Tierrettung gilt es noch einige Defizite zu bewältigen. So gründete er 2006 die "Tierambulance Ludwigshafen" und wurde somit zu einem der ersten Gründer der Tierrettung in Deutschland.

Videos für Aufmerksamkeit und als Beweismaterial

Der Tierretter nimmt seine Einsätze mithilfe einer Bodycam auf. Diese teilt er zum einen in den sozialen Medien, um seinem Beruf mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Zum anderen nutzt er die Aufnahmen beispielsweise auch als Beweismaterial für die Polizei. Denn seine Arbeit ist nicht ungefährlich und er ist daher unter anderem mit einer schusssicheren Weste ausgestattet. Diese Schutzmaßnahmen sind allerdings hauptsächlich für Konflikte mit Menschen notwendig. In dem Beitrag bei "taff" berichtet er, dass Situationen immer mal wieder außer Kontrolle geraten und die Tierretter teilweise mit Mistgabeln und Spaten bedroht werden.

Etwa 2500 Einsätze im Jahr

Von freilaufenden Mopsmischlingen bis zu einer Nutria, die nicht mehr selbst aus einer Grundstücksbegrenzung entkommen kann, bekommen die Zuschauer bei "taff" einen vielfältigen Einblick in Michael Sehrs Berufsalltag. Die im Beitrag gezeigten eingefangenen Hunde werden zunächst in ein Tierheim gebracht, wo sie glücklicherweise nach einigen Tagen bereits wieder von ihren Besitzern abgeholt werden. Das ist nicht die Regel und viele - besonders verhaltensauffällige Haustiere - fristen ein langes Dasein im Tierheim. Die knapp 2500 jährlichen Einsätze von Michael Sehr werden von den Kommunen finanziert, wobei das Geld aber bei Weitem nicht ausreicht.

Foto: © ProSieben

Auch Tierquälerei gehört zum Alltag in der Tierrettung. Ob Hunde, die von Menschen mit einer Axt verletzt wurden, oder verwahrloste Vierbeiner aller Art - Michael Sehr nennt nur ein paar Beispiele und dürfe diese Schicksale nicht zu nah an sich heranlassen. Er und sein Team tue den Tieren etwas Gutes und die emotionale Trennung sei bei ihrer Arbeit nötig, um den Job ausführen zu können.

Abwechslungsreicher Arbeitsalltag

Neben Haustieren sind auch immer mehr Wildtiere, wie Füchse oder Greifvögel, auf die Hilfe der Berufstierrettung Rhein Neckar angewiesen. Im "taff"-Beitrag wird von einem Mäusebussard berichtet, der in einem Garten abgestürzt war. Michael Sehr bringt den Vogel, der tagelang nichts mehr gefressen hat, zum Nabu nach Haßloch. Dort wird er von einem Tierschützer untersucht und wieder aufgepäppelt, bis er zurück in die Freiheit entlassen werden kann.

Retten - Bergen - Vorbeugen - Schützen

So lautet der Grundsatz der Berufstierrettung Rhein Neckar. Dabei unterscheidet das Team nicht zwischen den verschiedenen Lebewesen. "Alle Wirbeltiere in Deutschland sind erstmal gleichgestellt und auch gleichwertig geschützt. [...] Ob das eine Ratte oder ein Mader oder ein anderes Tier ist, das eingeklemmt ist", verdeutlicht der Tierretter im ausgestrahlten Beitrag bei "taff". Aber nicht nur in unserer Region, sondern auch weltweit ist Michael Sehr für die Tiere im Einsatz. So unterstützte er vor Ort bei den Waldbränden in Australien oder nach dem Erdbeben in der Türkei.

Von seinen Mitmenschen wünscht sich Michael Sehr, dass sie Probleme mit Tierquälerei auch in die Hand nehmen und verantwortungsvoller mit den Lebewesen umgehen würden.