Mit Tipps der Polizei

Heidelberg: Angebliche Handwerker bestehlen Seniorin

Zwei unbekannte Männer verschaffen sich in Heidelberg Zutritt zur Wohnung einer 66-Jährigen. Die Polizei sucht Zeugen.

Die Männer gaben vor, Wasserleitung überprüfen zu müssen. (Symbolbild) Foto: Marco Schilling
Die Männer gaben vor, Wasserleitung überprüfen zu müssen. (Symbolbild)

Heidelberg. Eine 66-Jährige ist am Montagvormittag von zwei angeblichen Handwerkern bestohlen worden. Laut Polizeimeldung klingelten die zwei unbekannten Männer zwischen 10.15 Uhr und 11.15 Uhr an der Wohnungstür der Seniorin in der Emmertsgrundpassage. Sie gaben vor, verunreinigte Wasserleitungen überprüfen zu müssen und gelangten so in die Wohnung.

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Impressum

Einer der angeblichen Handwerker testete mit der 66-Jährigen Wasseranschlüsse im Bad, während der andere unter einem Vorwand den Raum verließ. Er nutzte die Ablenkung, um die Wohnung nach Wertgegenständen zu durchsuchen. Dabei fand er eine Geldbörse, aus der er Bargeld in dreistelliger Höhe stahl. Anschließend verließ er die Wohnung. Der zweite Mann folgte ihm kurz darauf unter einem Vorwand. Als beide nach einer Weile nicht zurückkehrte, wurde die Seniorin misstrauisch und bemerkte den Diebstahl.

Täterbeschreibung

Einer der Tatverdächtigen wird wie folgt beschrieben.

  • Ca. 30-35 Jahre alt
  • Ca. 170 cm groß
  • Kurze, dunkelblonde Haare
  • Schlanke Figur
  • Helle Hose
  • T-Shirt

Beide Tatverdächtigte sprachen akzentfreies Deutsch. Das Polizeirevier Heidelberg-Süd ermittelt wegen Diebstahl und bittet unter der Nummer 06221 34180 um Hinweise.

Tipps gegen Diebstahlmaschen

Die Polizei rät mit folgenden Tipps zum Schutz gegen diese und andere Diebstahlmaschen:

  • Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung
  • Vor dem Öffnen durch den Türspion oder aus dem Fenster schauen und Türsprechanlage nutzen
  • Wohnungstür niemals sofort öffnen
  • Legen Sie immer Sperrbügel oder Sicherheitskette an.
  • Ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu, wenn unbekannte Besucher vor der Tür stehen, oder bestellen Sie die Besucher zu einem späteren Termin, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Lassen Sie Handwerker nur dann herein, wenn Sie sie selbst bestellt haben oder wenn sie von der Hausverwaltung angekündigt worden sind.
  • Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher, notfalls auch energisch. Sprechen Sie sie laut an und rufen Sie um Hilfe.
  • Pflegen Sie Kontakt zu älteren Mitbewohnern. Machen Sie ihnen das Angebot, bei fremden Besuchern an der Wohnungstür zur Sicherheit hinzuzukommen, und übergeben Sie für solche Fälle die eigene Telefonnummer.
  • Nehmen Sie nichts für Nachbarn ohne deren Ankündigung oder Auftrag entgegen.
  • Überlegen Sie bei angeblicher hilfebedürftiger Lage von Fremden an der Tür (Beispiel: Bitte um Schreibzeug oder um ein Glas Wasser): Woher sollte der Nachbar die Besucher wirklich kennen?
  • Warum wenden sich die Besucher im Notfall nicht an eine Apotheke, eine Gaststätte oder ein Geschäft, sondern an eine (abgelegene) Privatwohnung?
  • Machen Sie bei hilfebedürftiger Lage von Fremden an der Tür das Angebot, selbst nach Hilfe zu telefonieren oder das Gewünschte (Schreibzeug, Glas Wasser etc.) hinauszureichen, und halten Sie dabei die Tür geschlossen.
  • Fordern Sie von Amtspersonen immer den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig (nach Druck, Foto und Stempel). Sorgen Sie dazu für gute Beleuchtung und benutzen Sie, wenn nötig, eine Sehhilfe.
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an. Suchen Sie dazu die Telefonnummer selbst heraus und ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu.

Präventionshinweise können themenbezogen unter folgendem Link nachgelesen werden: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/