Mit Tipps der Polizei

Kreis Bergstraße: 70-Jährige durch Love Scamming betrogen

Eine 70-jährige Frau aus dem Kreis Bergstraße hat bei der Polizei Anzeige gegen einen Love Scammer erstattet. Für sie entstand ein Schaden in Höhe von rund 185.000 Euro.

Der Betrüger hat über ein soziales Netzwerk Kontakt zu der 70-Jährigen aufgebaut (Symbolbild). Foto: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes
Der Betrüger hat über ein soziales Netzwerk Kontakt zu der 70-Jährigen aufgebaut (Symbolbild).

Kreis Bergstraße. Eine 70-jährige Frau aus dem Kreis Bergstraße ist auf einen sogenannten Love-Scammer hereingefallen. Wie die Polizei berichtet, meldete sich die Frau am Montag, um den Kriminellen anzuzeigen. Dieser hatte sie im September 2024 über ein soziales Netzwerk angeschrieben und eine freundschaftliche Beziehung zu ihr aufgebaut.

WNOZ WhatsApp-Kanal

Die Weinheimer Nachrichten und Odenwälder Zeitung auf WhatsApp! Aktuelle Nachrichten aus deiner Region. Die Top-Themen jeden Mittag frisch auf dem WhatsApp-Kanal.

Impressum

Später habe er die 70-Jährige um finanzielle Hilfe gebeten. Daraufhin überwies sie ihm mehrfach hohe Geldbeträge, wodurch für sie ein finanzieller Schaden in Höhe von rund 185.000 Euro entstand. Das Betrugskommissariat K23 in Heppenheim hat nun die Ermittlungen aufgenommen.

Warnung vor Betrugsmasche

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei vor der modernen Betrugsmasche "Love Scamming". Dabei suchen die Täter meistens Kontakt über soziale Netzwerke zu alleinstehenden Personen und versuchen, eine Beziehung aufzubauen - häufig auch romantisch. Die Betrüger gaukeln ihrem Gegenüber starke Gefühle vor und versuchen so, sie emotional zu beeinflussen. Die Täter handeln meist aus dem Ausland heraus und wollen finanzielle Leistungen ergaunern. Wenn der Betrug auffällt oder keine Zahlungen mehr erfolgen, brechen sie den Kontakt in der Regel ab.

Grundsätzlich rät die Polizei, niemals Menschen, die man persönlich nicht kennengelernt oder gesehen hat, Geld zu überweisen oder auf sonstige Forderungen einzugehen. Weiterhin sollte man - gerade online - immer misstrauisch bleiben und Forderungen kritisch zu hinterfragen. Im Zweifel könne man sich an Familienangehörige, Freunde oder die Polizei wenden.

Wer Opfer eines solchen Betrugs geworden ist, sollte Chatverläufe, E-Mails und dergleichen sichern und bei der Polizei Anzeige erstatten. Weiter Informationen finden Sie unter https://www.polizei-beratung.de/aktuelles/detailansicht/haeufige-betrugsmuster-vorsicht-vor-diesen-maschen/ (sig)