„Wir sind die Brandmauer“

Mannheim: Tausende bei Demo gegen rechts auf Altem Meßplatz

Unter dem Motto „Wir sind die Brandmauer“ haben sich am Samstagmittag tausende Menschen am Alten Meßplatz versammelt. Sie demonstrierten gegen einen Rechtsruck in Politik und Gesellschaft.

Die Demonstranten versammlten sich am Alten Meßplatz. Foto: René Priebe
Die Demonstranten versammlten sich am Alten Meßplatz.

Mannheim. Unter dem Motto „Wir sind die Brandmauer“ haben sich am Samstagmittag tausende Menschen am Alten Meßplatz versammelt. Nach Veranstalterangaben soll es sich um bis zu 15.000 Demonstranten gehandelt haben, die gegen einen Rechtsruck in Politik und Gesellschaft auf die Straße gingen. Andere Medien berichten von etwa 5.000 Demonstranten und beziehen sich auf Angaben der Polizei.

Der Beginn der von Grünen und SPD angemeldeten Demo mit Kundgebung war für 13 Uhr angesetzt. Selbst Grünen-Stadtrat Gerhard Fontagnier, der die Veranstaltung gemeinsam mit SPD-Mitglied Marko Andelic angemeldet hatte, habe sich nach WNOZ-Informationen von der großen Beteiligung überrascht gezeigt. Zuvor waren 2000 Personen angemeldet worden.

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„Wir akzeptieren den Rechtsruck in Politik und Gesellschaft nicht schweigend. Wenn Konservative und Liberale die Brandmauer gegen Rechts einreißen, müssen wir umso entschlossener dagegenhalten – laut, solidarisch und gemeinsam“, teilten die Jusos Mannheim auf Facebook mit. „Lasst uns zeigen, dass eine gerechte, offene Gesellschaft stärker ist als Hass und Angst“, hieß es weiter.

Die Grünen Mannheim teilten ebenfalls auf Facebook mit: „Denn für uns ist klar: Nie wieder ist jetzt! Während Konservative und Liberale die Brandmauer zu Fall bringen, bleiben wir nicht still, sondern machen klar, wir halten dagegen, nicht mit uns!“.

Der wegen der Unterstützung durch die AfD heftig diskutierte Gesetzentwurf der Unionsfraktion zur Begrenzung der Migration ist im Bundestag gescheitert. Mit der Abstimmung über das „Zustrombegrenzungsgesetz“ wollte Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz unter dem Eindruck des tödlichen Messerangriffs von Aschaffenburg Tatkraft und Handlungsstärke in der Migrationspolitik demonstrieren. Doch auch nach stundenlangen Verhandlungen mit SPD, Grünen und FDP gelang kein Kompromiss. (dls/dpa)