Mannheim: Zwei Männer wegen bandenmäßigen Betrugs in Untersuchungshaft
Das Amtsgericht Mannheim hat gegen zwei junge Männer einen Haftbefehl wegen Bandenbetrugs erlassen. Nun wurden sie in Heddesheim festgenommen.
Mannheim. Wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs sitzen seit dem 9. Januar zwei junge Männer in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Mannheim erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen insgesamt vier Männer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren. Zwei davon wurden in Vollzug gesetzt, die anderen beiden im Alter von 18 und 20 Jahren blieben unter Auflagen auf freiem Fuß.
Die Gruppe, bestehend aus einem Deutschen, einem Deutsch-Türken, einem Deutsch-Libanesen sowie einem Serben, soll spätestens im Oktober 2025 den Entschluss gefasst haben, ältere Menschen mit der Masche des „Falschen Bankmitarbeiters“ um ihr Geld zu bringen. Dabei sollen sie arbeitsteilig vorgegangen sein: Einer der Verdächtigen kontaktierte die Opfer telefonisch, gab sich als Bankmitarbeiter aus und täuschte unberechtigte Abbuchungen vor. Den Geschädigten wurde geraten, einem angeblichen IT-Mitarbeiter ihre EC-Karte samt PIN auszuhändigen.
In vier bislang bekannten Fällen in Mannheim, Heddesheim und Heidelberg war die Gruppe aktiv. Einem Opfer entlockten die Täter so 1.000 Euro. In einem anderen Fall scheiterte die Tat, weil die Betroffene misstrauisch wurde. Aufmerksame Zeugen verhinderten in einem weiteren Fall den Einsatz der gestohlenen Bankkarte. Ein Opfer besaß keine Karte in seiner Wohnung; hier entwendeten die Täter stattdessen 50 Euro Bargeld aus seiner Geldbörse.
Nach umfassenden Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg und der Staatsanwaltschaft Mannheim konnte die Tätergruppe am 8. Januar in Heddesheim lokalisiert und festgenommen werden. Die Ermittlungen dauern an. (sig)