Verkehr

Riedbahnsperrung: Komplette Öffnung verzögert sich

Schlechte Nachrichten für Berufspendler und Reisende: Eigentlich sollten die Züge auf der Riedbahn zwischen Mannheim und Frankfurt ab Montag wieder rollen. Doch jetzt kommt es anders. Das sind die Gründe.

Bauarbeiten auf dem Gleiskörper der Bahnstrecke in Biblis. Foto: DPA
Bauarbeiten auf dem Gleiskörper der Bahnstrecke in Biblis.

Die Deutsche Bahn kann das komplette Zugangebot auf der Riedbahn zwischen Mannheim und Frankfurt erst ab Mittwoch fahren – und nicht wie geplant ab Montag. Berufspendler und Reisende müssen daher zwei weitere Tage mit Einschränkungen rechnen. Über Details zum Verkehrsangebot ab Montagfrüh werde zeitnah informiert, hieß es am Freitagnachmittag in einer Mitteilung.

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Die Bahn „bittet alle Reisenden schon jetzt für etwaige Unannehmlichkeiten um Entschuldigung“. Offensichtlich haben der Eisregen und die Kälte in den vergangenen Tagen den Zeitplan durcheinandergebracht. Die für hohe Geschwindigkeiten erforderlichen Belastungs- und Testfahrten konnten nicht abgeschlossen werden.

Riedbahn-Generalsanierung beginnt im Juli

In den vergangenen drei Wochen hat die DB auf der Riedbahn die fünfmonatige Generalsanierung der 70 km langen Strecke ab 15. Juli vorbereitet. Insgesamt wurden den Angaben nach 23 Weichen und mehr als neun Kilometer Gleise erneuert, mehr als 3100 Gründungen für Schallschutzwände, Oberleitungs- und Signalmasten gesetzt sowie 8,5 Kilometer Kabeltröge gebaut.

Vergangene Woche, nach gut einem Drittel der Bauzeit, hatte sich Projektleiter Julian Fassing noch zufrieden gezeigt: „Wir sind nicht überall im Zeitplan, aber im Großen und Ganzen passt es.“ Er stellte damals schon klar, dass ab nächstem Montag die Züge definitiv wieder rollen – auch, wenn vielleicht nicht alle geplanten Arbeiten erledigt werden konnten. Nun kommt es anders.

Die Generalsanierung zwischen 15. Juli bis kurz vor Weihnachten soll rund 1,3 Milliarden Euro kosten. Darin enthalten sind auch die Kosten für die Umbauten an den Bahnhöfen, für den Schienenersatzverkehr und die bereits vor fast zwei Jahren begonnene Umrüstung der Strecke auf elektronische Stellwerkstechnik.

Die Riedbahn gilt als das Pilotprojekt der Deutschen Bahn auf dem Weg zum Hochleistungsnetz. Die Strecke ist mit mehr als 300 Zügen pro Tag hochbelastet, viele Anlagen sind überaltert und störanfällig.