Weitere Details der Polizei

Silvester-Randale in Mannheim: Bahnfahrer und Polizei mit Feuerwerk beschossen 

Nach Ausschreitungen in der Silvesternacht im Mannheimer Stadtteil Schönau gibt die Polizei neue Details bekannt - unter anderem wurden Beamte mit Feuerwerk beschossen und ein Bahnfahrer verletzt.

Die Polizei sucht Zeugen und bittet um Videoaufnahmen der Ausschreitungen (Symbolbild). Foto: Adobe Stock
Die Polizei sucht Zeugen und bittet um Videoaufnahmen der Ausschreitungen (Symbolbild).

Mannheim. Nach massiven Ausschreitungen in der Silvesternacht an der Straßenbahnendhaltestelle im Mannheimer Stadtteil Schönau wenden sich die Ermittler jetzt an die Öffentlichkeit. Nach Angaben der Polizei laufen die Ermittlungen, insbesondere die Identifizierung der Tatverdächtigen, mit Hochdruck. Das Polizeirevier Mannheim-Sandhofen bittet Zeugen, die die Vorfälle beobachtet haben, um weitere Hinweise.

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In der Silvesternacht sollen mehrere Personen drei Straßenbahnen an der Schönauer Endhaltestelle mit Steinen und Böllern erheblich beschädigt haben. Ein Straßenbahnfahrer wurde mit Feuerwerkskörpern beschossen und verletzt. Außerdem zerstörten die Täter eine Straßenbahnhaltestelle komplett, schlugen mehrere Scheiben eines Pausenraums der RNV ein und beschädigten eine Toilettentür. Auch das Jugendhaus in der Lilienthalstraße wurde zum Ziel der Zerstörungswut der Gruppe. Dort schlugen die Jugendlichen ebenfalls mehrere Fenster ein, drangen ins Gebäude ein und wüteten dort im Vorraum und in der Küche, wo sie das Inventar umherwarfen und beschädigten. Zuletzt beschädigte die Gruppe auch einen Geldautomaten auf dem Gelände eines nahegelegenen Supermarktes. Der entstandene Sachschaden lässt sich bislang nicht abschließend beziffern. Nach Schätzungen der RNV entstand aber alleine an den Straßenbahnen, der Haltestelle und dem Pausenraum ein Schaden von über 100.000 Euro.

Als Einsatzkräfte der Polizei einschreiten wollten, wurden auch sie von der Gruppe mit Feuerwerkskörpern beschossen. Den Beamten gelang es trotzdem, eine Person vorläufig festzunehmen. Der junge Mann widersetzte sich der Festnahme und griff die Ordnungshüter an. Inwiefern diese Person im Zusammenhang mit den Vorfällen steht, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Die Ermittler nehmen Hinweise unter der Telefonnummer 0621 77769 0, oder bei jeder anderen Polizeidienststelle, entgegen. Zudem ist der Fall auch im Hinweisportal der Polizei Baden-Württemberg hinterlegt. Dort können Zeugen zudem Videoaufnahmen des Vorfalls hochladen. (heh)
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