Für Straftaten genutzt

Südhessen: Polizei warnt vor krimineller Masche mit noch angemeldeten Autos 

Die Polizei warnt vor einer kriminellen Masche mit Autos, die nicht abgemeldet wurden. Diese würden vermehrt für Straftaten genutzt - mit Konsequenzen für die ehemaligen Besitzer.

Die verkauften Autos werden für Straftaten genutzt, teilte die Polizei mit. (Symbolbild) Foto: Marco Schilling
Die verkauften Autos werden für Straftaten genutzt, teilte die Polizei mit. (Symbolbild)

Südhessen. Die Polizei informiert über mehrere Fälle, in denen mit verkauften und noch auf den ehemaligen Besitzer angemeldeten Autos Straftaten begangen werden. Wie die Beamten mitteilten, sei das in einem aktuellen Ermittlungsverfahren wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs festgestellt worden.

In mehreren dieser Fälle sei das verkaufte Fahrzeug, entgegen der im Kaufvertrag getroffenen Vereinbarungen, nicht zeitnah abgemeldet worden. Stattdessen nutzten die neuen Besitzer die weiterhin auf die ursprünglichen Halter zugelassenen Fahrzeuge zur Begehung von Straftaten. Dabei habe es sich unter anderem um Betrugsdelikte zum Nachteil älterer Menschen gehandelt. In anderen Fällen seien Ordnungswidrigkeiten registriert worden, für die bisherige Halter zunächst verantwortlich gemacht wurden.

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Für die Betroffenen könne dies erhebliche Konsequenzen haben: Neben möglichen Ermittlungsverfahren müssen sie unter Umständen bei der Zulassungsstelle eine eidesstattliche Erklärung abgeben, um das Fahrzeug abmelden zu lassen und die hierbei entstehenden Kosten tragen.

Die Polizei rät in diesem Zusammenhang allen, die ein Fahrzeug verkaufen: Verkaufen Sie Ihr Fahrzeug niemals im angemeldeten Zustand. Eine Abmeldung ist inzwischen in vielen Fällen auch online möglich, ohne Wartezeiten bei der Zulassungsstelle in Kauf nehmen zu müssen. (dls)