Affolterbach, Hammelbach, Wald-Michelbach: Evangelische Gemeinden fusionieren 2026
Nächstes Jahr fusionieren die Kirchengemeinden Affolterbach, Hammelbach und Wald-Michelbach. Zu diesem Anlass laden sie zu einer Gemeindeversammlung ein.
Überwald. Zu einer wichtigen Gemeindeversammlung laden die Kirchenvorstände der evangelisch-reformierten Kirchengemeinden im Überwald am kommenden Sonntag, 9. März, ein. Zunächst findet um 10.30 Uhr ein Gottesdienst in der evangelischen Kirche in der Kerngemeinde Wald-Michelbach statt. Dabei wird allen Beteiligten am „Lebendigen Adventsfenster 2024“ gedankt, und es findet die Spendenübergabe an die Diakoniestation „Café am Bahnsteig“ statt.
Nach dem Gottesdienst wollen die Kirchengemeinden in einer Gemeindeversammlung alle Bürger über Veränderungen informieren, die der Prozess „ekhn2030“ mit sich bringt. Der Prozess „ekhn2030“ hat im Jahr 2019 begonnen und wurde durch einen Beschluss der Kirchensynode initiiert. Er verfolgt das Ziel, notwendige Einsparungen umzusetzen und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) fit für die Zukunft zu machen.
Seit 2023 bilden die drei evangelischen Kirchengemeinden im Überwald – Affolterbach, Hammelbach und Wald-Michelbach – eine Nachbarschaft. „Wir sind aber schon länger gemeinsam unterwegs, um Kirche zu gestalten“, schreiben die drei Gemeinden in einer gemeinsamen Pressemitteilung – von der geteilten Website über den Gemeindebrief und die Sommerkirche bis hin zur gemeinsamen Gemeindepädagogin Birgit Ruoff und eben dem „Lebendigen Adventskalender“.
Gemeinden fusionieren 2026
Die drei Kirchenvorstände haben im vergangenen Jahr die Fusion der Kirchengemeinden beschlossen. Das heißt, dass es ab dem 1. Januar 2026 nur noch eine evangelische Kirchengemeinde im Überwald geben wird und dass 2027 ein gemeinsamer Kirchenvorstand gewählt wird. Seit dem 1. Januar 2025 wird eine neue Dienstordnung erstellt, die die Zusammenarbeit der Pfarrpersonen, der Gemeindepädagogin und des Kirchenmusikers regeln soll. Sie arbeiten nun als Verkündigungsteam zusammen. In diesem Zuge erlischt die bisher bestehende pfarramtliche Verbindung von Affolterbach und Hammelbach.
Eine große Herausforderung sei die Umsetzung des Gebäudeentwicklungsplans (GBEP), schreiben die Gemeinden. Die Vorgaben der Landeskirche besagen, dass eine Reduktion von 20 Prozent bei den Gebäuden erreicht werden müsse. Die Kirchengebäude seien davon nicht betroffen. Vielmehr seien Einsparungen bei der Versammlungsfläche und den Pfarrhäusern vorgesehen. Eine wichtige Entscheidung ist der Standort für das gemeinsame Gemeindebüro.
Die Kirchengemeinden wollen die Bürger über alle Veränderungen und Pläne bei dieser Gemeindeversammlung informieren. Hier soll es auch die Gelegenheit für Fragen und Ideen für die Zukunft der Kirchengemeinden geben.