Rimbach

Akademische Abiturfeier an der Rimbacher MLS

Ein Jahrgang, der in Erinnerung bleiben wird: Am Freitag gab es für die 81 diesjährigen Abiturienten der Martin-Luther-Schule Grund zu feiern.

Im Mittelpunkt standen die Abiturienten, die vor der Zeugnisübergabe mit Reden und Musikbeiträgen verabschiedet wurden. Foto: Fritz Kopetzky
Im Mittelpunkt standen die Abiturienten, die vor der Zeugnisübergabe mit Reden und Musikbeiträgen verabschiedet wurden.

Am Freitag, dem 05. Juli, haben die Absolventen an der Martin-Luther-Schule (MLS) in Rimbach einen halben Tag lang gefeiert. Im Mittelpunkt steht der diesjährige Abijahrgang, der feierlich – und gründlich – verabschiedet wird. Los geht es mit einem Gottesdienst um die Mittagszeit, dem sich ein gemeinsames Foto anschließt, bevor die Feierlichkeiten sich in die Mensa verlagern, zu dem, was an der Schule „akademische Abiturfeier“ genannt wird.

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Der stellvertretende Schulleiter Frederik Weis – nach dem Weggang von Beate Wilhelm ist noch kein Nachfolger ernannt – erinnert daran, dass die Schüler die Feierlichkeiten bereits vor einiger Zeit eingeleitet haben. Abistreich, Zelten und Kabarett gehören längst zur MLS-Tradition, ebenso wie das „Lehrergefängnis“, in das die Pädagogen gesperrt werden, wenn die Schulabgänger die Regie übernehmen.

Als stellvertretender Schulleiter führt Frederik Weis durch den Nachmittag. Foto: Fritz Kopetzky
Als stellvertretender Schulleiter führt Frederik Weis durch den Nachmittag.

Stolz auf das Erreichte sein

Weis vermerkt, dass diesmal noch ein Auto und eine abgeflexte Motorhaube dazugehörten; aus dem Bauteil soll später einmal eine Installation fürs Schulfoyer werden, so viel wird jetzt schon verraten, und Weis orakelt: „Ihr seid ein Jahrgang, der in Erinnerung bleiben wird.“ Er ist der Erste an diesem Nachmittag, der die Schulabgänger auffordert, stolz auf das Erreichte zu sein, aber auch ihre eigenen Erfahrungen zu sammeln.

Jörg Lauer, einer der sechs Tutoren, zitiert aus der Abizeitung, wo die Jugendlichen all das aufgelistet haben, das ihnen nicht fehlen wird: das frühe Aufstehen, die Klausurphasen, die Hausaufgaben von Geschichtslehrer Jens Gehron und die Schultoiletten.

Zum Schönen zählen dagegen die Studienfahrten nach Berlin, Nizza oder Dublin. Der Pädagoge blickt auch auf die Coronajahre zurück, als der Unterricht vor dem Bildschirm und ohne Miteinander stattfand: „Ich fand es furchtbar.“ Wehmütig gibt er zu bedenken, dass man das Verpasste nicht nachholen könne, wie es sich einst Johannes Pfeiffer in Heinrich Spoerls „Feuerzangenbowle“ erträumte. Er trauert dem Heimunterricht nicht nach: „Die alltägliche Interaktion, das Kennenlernen, Freunde-Finden, Miteinander-Auskommen, das lehrt uns nicht die Künstliche Intelligenz, das lernen wir nur über persönlichen Kontakt.“

Auf der anderen Seite ist er gegen eine verklärende Sichtweise, die Sorgen oder das Gefühl, nicht dazuzugehören, ausblende, betont aber auch: „Ich bin das Gejammer über die Jugend leid.“

Träume kennenlernen

Bürgermeister Holger Schmitt fordert die Abiturienten auf: „Traut euch, eure Träume kennenzulernen und zu verwirklichen.“ Auch wenn es Mut und die Fähigkeit erfordere, sich infrage zu stellen. Erika Bach versetzt die Festgemeinde in die Zeit, als sie Abi machte: Sie gehört zu den „goldenen“ Abiturienten, die 1974 die MLS verließen, damals noch eine kleinere Schule mit dem Oberstufen-Pavillon und dem alten Hauptgebäude.

Seinerzeit gehörte eine Morgenandacht zum Alltag, und es gab nur zwei Studienfahrten. Sie erinnere sich gerne an ihre Schulzeit, sagt die Rednerin, deren zwei Töchter hier Abi machten; zwei von vier Enkeln gehen jetzt ebenfalls auf das Gymnasium.

„Bohemian Rhapsody“ im Chor

Einen musikalischen Auftritt legt ihr Klassenkamerad hin: Adalbert Dörsam, heute besser bekannt als Adax, erinnert an die Zeiten, da er psychedelischen Rock in der Schulband spielte, bevor er ein virtuoses, selbst geschriebenes Stück zum Besten gibt. Musik kommt bei der Feier außerdem vom Percussion-Ensemble unter Leitung von Martin Junker, von Oliver Steissbergs Unterstufenchor sowie vom Vokalensemble, das Christine Hauck leitet. Stefanie Englert übernimmt die Stabführung beim Abichor, der zu guter Letzt mit „Bohemian Rhapsody“ erfreut.

Doch zuvor sind noch drei Redner an der Reihe: Schülervater Christian Grawe gratuliert für den Schulelternbeirat, während Lara Hollmann und Tomma Lammers im Namen des Jahrgangs sprechen. Sie sagen in erster Linie Danke an Lehrer, Eltern, Freunde und Haustiere, die sie bei der Prüfungsvorbereitung unterstützten. Außerdem seufzen die beiden: „Wir haben es geschafft, unsere Schulzeit ist jetzt vorbei.“ Und nun sei es an der Zeit, sich selbst und die eigenen Leistungen zu feiern.

Die Abiturienten und Preisträger

Insgesamt 81 Schüler machten jetzt ihr Abi. Es sind Saskia Manuela Dietz, Leonie Hebenstreit, Isabell Horn, Moritz König, Paula Mader, Lennart Nickl, Philine Elvira Scherger, Anika Schmitt, Ida Katharina Steinmann, Alicia Katharina Uribe Wagner, Johanna Sophia Arnold, Victoria Maria Brom, Emma Dagmar Hendler, Lara Hollmann, Anne Mareike Hühn, Mariama Jobe, Lea Maxi Riegner, Alexander Stresler, Laura Wicke, Laura Maria Wiegand, Ferdinand Philipp Adrian, Alisa Behnke, Maximilian Heeb, Emilia Niamh Katzer, Carolin Keil, Johanna Knapp, Konrad König, Olivia Kreß, Tomma Maria Lammers, Amélie Metzger, Luis Tobias Otto, Marvin Planicka, Dominik Rack, Lill Malin Reiter, Gianluca Sanchez-Collado, Malte Schoepe, Bennett Berthold Jürgen Spangenberg, Leon Nick Thielking, Lina Anette Trautmann, Isabella Regina Esther Weber, Eric Minh Blim, Chris Güler, Mariam Malla, Jonah Rausch, Lukas Remmert, Linus Maxim Schmidt, Falk Schoepe, Niklas Schofeld, Johannes Steinmann, Lukas Stephan, Anna Wagner, Julian Peter Wecht, Moritz Wolf, Jonas Wolk, Nicole Yakubova, Philipp Christoph Baier, Sören Kadel, Noah Mades, Paul Mahl, Janne Max Meineke, Bjarne Albert Meyenborg, Marc Niklas Pahlke, Yannick Lukas Roith, Dominic-Sebastian Rück, Philipp Turzer, Pauline Lieselotte Wigand, Jonathan Ziegler, Iman Derya Esma Aksu, Franziska Maria Bangert, Carolin Dörsam, Sara Gökce Günel, Jakob Cornelius Hering, Nnenna Theresa Ikegwonu, Salwa Kaufmann, Stefanie Kelm, Yara Helena Pfeifer, Jil Josephine Rose Potsch, Lennart Wilhelm Proksch, Ann-Kathrin Schmitt, Patrizia Stooß und Ole Wilhelm.

Dominic Rück, Victoria Brom, Nicole Yakubova, Yara Pfeifer und Lukas Remmert schlossen ihr Abitur mit der Note 1,0 ab; Lara Hollmann erreichte die 1,1, Laura Wicke, Amélie Metzger, Ann-Kathrin Schmitt und Konrad König kamen auf einen Durchschnitt von 1,2, während Pauline Wiegand und Ida Steinmann 1,3 erreichten.