Behindert die Sanierung der K 24 die Fahrenbacher Feuerwehr?
Der nächste Bauabschnitt der Sanierung der Kreisstraße 24 hat eine Sperrung bis zur Straße „Am Lerchenberg“ zur Folge - und betrifft dadurch das Gerätehaus der Feuerwehr. Kann die Feuerwehr noch unbehindert ausrücken?
Für einige Aufregung im Fürther Ortsteil Fahrenbach sorgten die Straßenbauarbeiten in der Ortsdurchfahrt. Da sich die Sperrung der Kreisstraße 24 bis zur Kreuzung mit der Straße „Am Lerchenberg“ zieht und dadurch auch das Gerätehaus der Freiwillige Feuerwehr betrifft, gab es Befürchtungen, dass die Einsatzkräfte in einem Ernstfall nicht mehr mit ihren Fahrzeugen ausrücken könnten.
Deshalb meldete sich sogar ein Leser bei unserer Redaktion, der erfahren habe, dass keine konkreten Maßnahmen bekannt seien, um die seiner Auffassung nach eingeschränkte Zugänglichkeit der Fahrzeuge zu kompensieren. „Laut Hessen Mobil sollte die Zufahrt zum Gerätehaus jederzeit gewährleistet sein, was jedoch vom Bauleiter offenbar nicht berücksichtigt wurde“, erklärte er und hielt die Einschränkung der Einsatzbereitschaft der Feuerwehr für „äußerst kritisch“.
Feuerwehr ist informiert
Der Fürther Gemeindebrandinspektor Dominik Bormuth machte am Freitag im Gespräch mit unserer Redaktion aber deutlich, dass alle Aufregung unnötig ist. So wies er darauf hin, dass im Gegensatz zu kursierenden Vermutungen die Verantwortlichen der Feuerwehr und auch die Gemeinde von der ausführenden Straßenbaufirma sowie von der für die Sanierung zuständige Straßenbaubehörde Hessen Mobil rechtzeitig über die Arbeiten informiert worden seien.
„Wir stehen in engem Kontakt mit der Firma und kontrollieren auch jeden Tag, dass die Ausfahrt gewährleistet ist. Das höchste Hindernis ist so hoch wie ein Bordstein, und da muss ein Feuerwehrfahrzeug drüberfahren können. Und wenn die Straße tiefer ausgefräst wird, ist mit der Firma abgeklärt, dass der Absatz so mit Schotter aufgefüllt wird, dass die Zufahrt möglich ist“, führte Bormuth aus und bestätigt, dass „das gut funktioniert.“ Zudem besteht für die Feuerwehr die Möglichkeit, über den Lerchenberg zu fahren. In diesem Bereich gilt auch aus diesem Grund derzeit ein Halteverbot. „Die Einsatzbereitschaft ist jederzeit gegeben“, unterstrich er.
Wie Hessen Mobil mitteilte, wird im Rahmen der Baumaßnahme die Fahrbahn der K 24 auf einer Länge von rund 1630 Metern grundhaft erneuert. Dies betrifft den gesamten Streckenabschnitt ab der Einmündung zur B 38/Erikastraße in Rimbach bis zur Wendelinusstraße in Fahrenbach. Dabei werden Asphalttrag- und Deckschicht bis in eine Tiefe von rund 18 Zentimeter instandgesetzt. Auf der freien Strecke zwischen beiden Ortschaften sind punktuell Sanierungsarbeiten am Hauptkanal sowie an den Zuläufen in offener Bauweise vorgesehen. Zudem wird eine Flickstelle auf dem Radweg auf einer Länge von 100 Metern zwischen beiden Ortschaften mit einer Tragdeckschicht saniert.
Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der Art der umfangreichen Arbeiten muss die Straße abschnittsweise voll gesperrt werden und wurde in fünf Bauabschnitte unterteilt. Der Geh- und Radweg zwischen Rimbach und Fahrenbach wird temporär auf einer Seite gesperrt werden. Radfahrer können den Radweg dann nur zu Fuß begehen.
Am Montag begannen die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt. Dieser betrifft die Strecke zwischen den Einmündungen „Am Rimbacher Weg“ und Wendelinusstraße in Fahrenbach. Die Arbeiten in diesem Abschnitt werden rund drei Wochen andauern. Während der gesamten Bauzeit wird der Verkehr zwischen Rimbach und Fahrenbach sukzessiv über die B 38 und den nicht gesperrten Teil der K 24 umgeleitet.
Bis zur Kerwe fertig
Nach Angaben von Hessen Mobil werden die gesamten Bauarbeiten bis voraussichtlich Ende Oktober dieses Jahres andauern. Doch der Gemeindebrandinspektor hat für die Fahrenbacher in diesem Zusammenhang eine positive Nachricht parat: „Bis zur Kerwe soll alles fertig werden.“ Somit stünde dann auch dem Kerweumzug von dieser Seite aus nichts entgegen.