Fastnacht

Birkenau: Carnevalverein zeigt bei der Jugendsitzung mitreißendes Programm

Kleine Narren in einer großen Show. Der Nachwuchs des Birkenauer Carnevalvereins zeigt bei der Jugendsitzung viel Können, Humor und ein mitreißendes Programm.

Die Jugendsitzung des Birkenauer Carnevalvereins (BCV) in der Hornbacher Mehrzweckhalle bewies einmal mehr, dass der närrische Nachwuchs aus Birkenau den großen Fastnachtern in nichts nachsteht. Schaurig-schön ging es beispielsweise beim Auftritt der BCV-Bambinis zu, die als „Ghostbusters“ und kleine Geister die Bühne betraten. Foto: Thomas Rittelmann
Die Jugendsitzung des Birkenauer Carnevalvereins (BCV) in der Hornbacher Mehrzweckhalle bewies einmal mehr, dass der närrische Nachwuchs aus Birkenau den großen Fastnachtern in nichts nachsteht. Schaurig-schön ging es beispielsweise beim Auftritt der BCV-Bambinis zu, die als „Ghostbusters“ und kleine Geister die Bühne betraten.

Hornbach. Der närrische Nachwuchs des Birkenauer Carnevalvereins (BCV) brachte bei der Kinder- und Jugendsitzung eine tolle Jecken-Show auf die Bühne der Hornbacher Mehrzweckhalle. Das Publikum in der bis auf den letzten Platz gefüllten Halle hieß eine Playback-Blasformation und entsprechende Sänger mit französischem Flair willkommen: Sie brachten das Chanson „Non, je ne regrette rien“ von Édith Piaf auf die Bühne. Die Präsidenten der Jugendsitzung, Leona Unrath und Finn Wörthmüller, begrüßten die Gäste – unter ihnen auch Bürgermeister Milan Mapplassary – und teilten die Bühne mit den weiteren Aktiven der Jugend, um die Prinzessin der Birkenauer Kooperationen, Anna I., Sonnenschein der Grand Nation, zu begrüßen. Sie wünschte den Nachwuchsnarren ein weiteres grandioses Gelingen bei ihrem Jecken-Handwerk.

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Nachdem Anna I. von den Gardisten Swen Kaufmann und Wolfgang Horle zu ihrem Thron geleitet worden war, wurde es dann goldig-gruselig auf der Bühne. Die Bambinis setzten die Musik der Geisterkomödie „Ghostbusters“ als Gespenster und deren Kammerjäger in Szene, zeigten eine tolle Tanzaufführung und sorgten mit dem ersten Tanzauftritt des Nachmittags für die richtige Betriebstemperatur, was die Saalstimmung anging.

Dialog unter Geschwistern

Das Miteinander von Schwester und Bruder hat es in sich. Davon konnten Finn und Anni Wörthmüller in Büttenreim-Form das sprichwörtliche Lied singen. Mal war die Schwester der „Lego-Godzilla“, der die Bauwerke des Bruders brachial vernichtete, was sie hinters Laufgitter brachte; später im Leben musste sie dafür viel laute Musik und Fluch-Tiraden des ins Computerspiel vertieften älteren Bruders ertragen.

In der Bütt: Anni Wörthmüller und Sitzungspräsident Finn Wörthmüller. Foto: Thomas Rittelmann
In der Bütt: Anni Wörthmüller und Sitzungspräsident Finn Wörthmüller.

Die Tanzgruppe „Dance Boys“ nahm die Zuschauer mit auf eine musikalische Zeitreise der Hits aus den vergangenen 50 Jahren: Sie zeigten Choreographien, inspiriert vom Disco-Feeling der 70er, geprägt von Grease und Saturday Night Fever über die Hits von „Village People“ und Michael Jackson bis zur Musik von Lady Gaga und dem Hit „Gangnam Style“.

Dass der BCV erste Adresse ist, was den klassischen Gardetanz angeht, und dies auch bleiben wird, das unterstrichen Michaela Heckmann und Lara Fürmann mit ihrem Auftritt als Doppelfunken. Flinke Schritte, Spagat und geschlagene Räder waren die Pyrotechnik ihres Tanzfeuerwerkes, das zu Recht mit langanhaltenden Ovationen des Publikums bedacht wurde.

„Tolle Arbeit für die Zukunft“

Der BCV leiste mit dieser Veranstaltung eine tolle Arbeit für die Zukunft der Fastnacht, sagte Bürgermeister Mapplassary, der den Machern der einzigen reinen Kinder- und Jugendsitzung des Kreises für ihr Engagement dankte. „Ihr habt etwas Besonderes geschaffen“, lobte er. Die Grüße der Weinheimer Narren überbrachte Victoria, die Kinderprinzessin der Weinheimer Blüten.

Die BCV-Sternchengarde in blau-weißen Uniformen sagte mit einem gekonnten wie einfallsreich gestalteten Gardetanz aufs Eleganteste „Dankeschön“ für die Grüße und Komplimente. Die Mitmachgruppe brachte mit ihrer Playback-Show Ausschnitte aus Musicals wie „Die Schöne und das Biest“ und „Cinderella“ auf die Bühne, setzte aber auch die immer wieder jungen Hits der Neuen Deutschen Welle gekonnt in Szene. Außerirdische Gäste durften bei der Sitzung ebenfalls nicht fehlen. Diese mimten die Tänzerinnen des TV Reisen, die als Aliens mit Antennen, silbernen Hosen und schwarzen Shirts zeigten, dass auf anderen Welten Leben mit hoher tänzerischer Intelligenz zu finden ist.

Die Handpuppen Jim und Lucy und deren jugendliche Akteure sind traditioneller Bestandteil der BCV-Jugendsitzung. Josephine Klos und Lotta Kraft liehen den beiden dieses Mal ihre Stimmen für deren urkomischen und stets frechen Dialog. Dass darin die „Muttersprache“ genannt wurde, habe einen offensichtlichen Grund. „Die Väter haben halt nichts zu sagen“, sagte Lucy. Wenn man Magenschmerzen hat, sei der Grund oft, dass man nichts im Magen hat. Selbiges sei auch im Falle von Kopfschmerzen richtig, sagte Jim.

Witzige Überraschungen

Ebenfalls schon fester Bestandteil der Jugendsitzung ist die Formation „Coole Jungs“, die in frankophiler Kostümierung mit Baskenmütze, Ringelshirts und weißen Handschuhen mit einer witzigen Pantomime-Vorführung einen Hingucker gespickt mit witzigen Überraschungen vortrug. Die sechs Tänzerinnen der Jugendgarde sorgten mit einer tollen Choreographie und flinken Schritten für einen erstklassigen Abschluss einer tollen Sitzung, die zeigte, dass man sich schon heute auf tolle Aufführungen bei den BCV-Prunksitzungen der Zukunft freuen kann. (uf/tak)