Das "Woodstock des Odenwalds" beginnt am Freitag
Beliebte Veranstaltung findet am kommenden Wochenende statt – und im Jahr 2025 wieder mit „Guru Guru“.
Die Spatzen pfiffen es schon von den Dächern, seit Kurzem ist es fix: Die Mitgründer des Finkenbach-Festivals, „Guru Guru“, werden im kommenden Jahr wieder mit auf der Bühne stehen. Bandleader Mani Neumeier und der zweite Vorsitzende des veranstaltenden FC Finkenbachtal, Armin Löffler, haben sich kurz vor dem jetzigen, 40. Festival am Freitag, 9. August, und Samstag, 10. August, ausgesprochen und alles geklärt, was seit 2019 zwischen ihnen stand. „Überall ist Krieg, Krach und Streit“, beschreibt Neumeier seine Gedanken, warum er sich bei Löffler meldete. „Ich dachte mir, nach fünf Jahren ist es Zeit.“ Außerdem sagte ihm seine Altersweisheit, dass es an der Zeit ist, sich wieder zusammenzufinden, meint der 83-Jährige. Gedacht, getan. Nach Rücksprache mit den Bandmitgliedern griff er zum Hörer und sagte Löffler: „Wir wollen gern wieder spielen.“ Was bei diesem auf offene Ohren traf. Wie überhaupt der FCF-Mann betont, dass die Arme beim Verein die ganze Zeit über immer offen waren.
Viel positive Resonanz
Beide haben seit der Ankündigung in den sozialen Medien viel positive Resonanz bekommen. „Mich haben ein paar hundert Leute angeschrieben und mitgeteilt, dann kommen sie wieder“, erzählt Neumeier. Hellmut Hattler von der Krautrockband „Kraan“, in Finkenbach quasi der Zwilling von „Guru Guru“ und neben diesen am häufigsten mit dabei, meinte ihm gegenüber: „Es ist allerhöchste Zeit.“ Dem Musiker ist es wichtig, einen Schlussstrich zu ziehen und positiv in die Zukunft zu schauen. Das unterstreicht auch Löffler. Der äußert seine Freude darüber, dass sich der Verein und die Band wieder gefunden haben. „Wir haben uns ausgesprochen“, berichtet er.
„The incredible universe of Guru Guru“ heißt die aktuelle Veröffentlichung, aus der beim Auftritt in Finkenbach etwas zu hören sein wird. Natürlich werden auch die Kultsongs wie der „Elektrolurch“ ihren Platz haben. Der wird allerdings anders als früher klingen. Denn mit Neuzugang Zeus B. Held an den Keyboards hat sich der Sound gegenüber dem vorherigen mit zwei Gitarren gewandelt. „Wir bringen die Leute gut drauf“, verspricht Neumeier. Der hat auch mit seinen 83 Jahren noch viel Spaß an der Musik. Zwar sind gerade die Festivals ein wenig komplizierter und anstrengender als früher, „aber ich habe meine Musikerfreunde dabei“. Autofahren darf er wegen einer Augenerkrankung zwar nicht mehr. „Aber Trommeln und Becken kann ich noch unterscheiden“, lacht der Bandleader.
Am 26. September haben die Fans im Bensheimer Rex die nächste Möglichkeit, sich von seinen Künsten zu überzeugen. Neben „Guru Guru“ und „Kraan“, die für den Festivalsamstag 2025 bereits gesetzt sind, haben die Macher viele andere Top-Acts in petto.
„Die Bandakquise für kommendes Jahr läuft auf Hochtouren“, berichtet Löffler. Fast alle Wunschgruppen wurden bereits angefragt. Wie dieses Jahr auch, sind es sowohl Krautrock-Legenden, die bereits in früheren Jahren gastierten, als auch aufstrebende, heiße Newcomer – eben die feurige Mischung, die demnächst das Finkenbachtal wieder zum Woodstock des Odenwalds macht.