Odenwald

„Die Schüler sind sehr gut vorbereitet“

Auch an den Odenwälder Schulen laufen in dieser Woche die Abschlussprüfungen für die neunten und zehnten Klassen.

Mit Transparenten und Plakaten unterstützen viele Eltern und Freunde die Schüler der neunten und zehnten Klassen bei ihren Abschlussprüfungen, beispielsweise an der Heinrich-Böll-Schule in Fürth. Foto: Thomas Rittelmann
Mit Transparenten und Plakaten unterstützen viele Eltern und Freunde die Schüler der neunten und zehnten Klassen bei ihren Abschlussprüfungen, beispielsweise an der Heinrich-Böll-Schule in Fürth.

An den Haupt- und Real-beziehungsweise den Gesamtschulen in der Region rauchen in dieser Woche wieder die Köpfe, stehen doch für die Neunt- und Zehntklässler die Abschlussprüfungen an. Hier müssen sie Arbeiten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch schreiben. Eltern, Angehörige und Freunde drücken den Schülern die Daumen und bringen dies auch mit Motivationstransparenten und Plakaten an den Schulen zum Ausdruck. Und die Lehrer hoffen, dass sie ihre Schützlinge gut auf die Prüfungen vorbereitet haben beziehungsweise diese das Gelernte gut anwenden.

Auch in diesem Jahr wird von den Bedingungen her auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie Rücksicht genommen, so haben die Schüler verlängerte Bearbeitungszeiten: Im Fach Deutsch wurde die Bearbeitungszeit von 180 auf 200 Minuten erhöht, in den Fächern Mathematik und Englisch von 135 auf 150 Minuten.

160 Absolventen an der HBS

An der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Fürth (HBS) nehmen insgesamt 260 Schüler an den Prüfungen teil, wobei es aber nur für 160 um die Abschlussnoten geht. So streben 110 Realschüler einen guten Abschluss an, dazu kommen 50 Hauptschüler, die anschließend eine Lehre absolvieren wollen. Für 100 weitere Neuntklässler sind die Prüfungen mehr oder weniger normale Arbeiten, da sie im Sommer in die zehnte Klasse oder auf entsprechende weiterführende Schulen gehen, wie Stufenleiterin Astrid Schulze-Icking im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt.

Die Rektorin ist aber im Hinblick auf die Schüler guten Mutes, denn die HBS bot den Absolventen in den vergangenen Monaten viele Möglichkeiten, sich intensiv vorzubereiten. „Seit den Weihnachtsferien gab es verschiedene Lernangebote, die wir auch mit dem Geld aus dem Löwenstark-Programm des Landes zum Aufholen nach Corona bezahlt haben“, berichtet sie. In den Osterferien wurden zudem wieder Ostercamps durchgeführt, die „auch sehr gut von den Schülern genutzt wurden – vor allem auch von den Zehntklässlern, die auf ein Gymnasium wechseln und einen guten Übergang haben wollen“. Deshalb kommt sie zu dem Schluss, dass ihre Schützlinge sehr gut vorbereitet sind: „Wir haben viel gemacht.“

83 Absolventen an der EBS

An der Eugen-Bachmann-Schule in Wald-Michelbach (EBS) nehmen 32 Schüler der neunten Hauptschulklassen an den zentralen Abschlussprüfungen teil, zwei Schüler streben den berufsorientierenden Abschluss an. Im Realschulzweig sind es 49 Schüler, berichtet Schulleiter Christian Mang auf Anfrage unserer Redaktion.

Auch an der Haupt- und Realschule gab es mehrere zusätzliche Lernangebote. So haben die Fachlehrkräfte die Chance genutzt, an speziell eingerichteten Fachtagen die Absolventen auf die Abschlussarbeiten vorzubereiten. Und in der letzten Woche der Osterferien haben sich von Montag bis Donnerstag knapp 60 Schüler zu einem Lerncamp eingefunden. „33 Schüler der zehnten Klassen, 18 aus dem Hauptschulzweig und acht Schüler aus den Intensivklassen haben an vier Tagen gemeinsam mit Lehrkräften der Schule Mathe, Deutsch und Englisch gelernt. Ziel war es, sich entweder für die nahenden Abschlussprüfungen fitter zu machen oder Lernrückstände aufzuholen oder die Sprache Deutsch intensiver zu lernen“, erklärt Mang. In allen Arbeitsgruppen seien die Lehrkräfte positiv davon überrascht gewesen, wie motiviert und zielstrebig die Jugendlichen gearbeitet und dabei aber durch ihre gute Laune zu einer richtig schönen Lernatmosphäre beigetragen hätten.