Aschbach

Ein närrisches Stadtfest in „Hussmouge-City“

„Die Hussmouge“ laden das Publikum zu einem Tag im „Groußstadtdschungel“ ein – und werden für ihre Prunksitzungen mit viel Applaus belohnt.

„Die Hussmouge“ aus Aschbach luden in der Mehrzweckhalle zu einem Tag im „Groußstadtdschungel“ ein. Dabei erlebte das Publikum so einiges. Foto: Fritz Kopetzky
„Die Hussmouge“ aus Aschbach luden in der Mehrzweckhalle zu einem Tag im „Groußstadtdschungel“ ein. Dabei erlebte das Publikum so einiges.

Als sich der Vorhang in der prachtvoll geschmückten und mit jeweils mehr als 200 Zuschauern pro Sitzung bis auf den letzten Platz besetzten Aschbacher Mehrzweckhalle öffnet, werden die Besucher auf eindrucksvolle Weise nach „Hussmouge-City“ versetzt. Die Aschbacher Fastnachter schafften es, in allen vier Prunksitzungen mit ihren Darbietungen zum Motto „Alles debei vunn Stress bis Gebummel – en gonze Doug im Groußstadtdschungel“ die Besucher auf das bevorstehende Stadtfest einzustimmen.

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Mit dem neuen Format der An- und Abmoderation der einzelnen Programmpunkte durch unterschiedliche Narren nach dem Abschied von Thomas Sattler sind die Sitzungen hervorragend gelungen. So auch einer der Höhepunkte im Laufe des Abends: das Singspiel der Theatergruppe über das Leben und Wirken in einer Notaufnahme eines Krankenhauses.

Ein blumiger Anfang

Die schwierige Aufgabe des ersten Auftritts meisterten die Minis als Blumen mit Bravour. Hierzu passend wurden sie von einer Gärtnerin und der Straßenreinigung verabschiedet. Die folgende Begrüßung übernahmen der Bürgermeister und der Stadtführer von „Hussmouge-City“. Sie luden die Besucher zum bevorstehenden Stadtfest mit der „eigens komponierten“ Hymne nach der Melodie von Bruder Jakob ein. Diese Hymne wurde dann reihenweise mit allen Besuchern als Kanon gesungen. Nach dem Aufruf der einzelnen Tische konnten die Zuschauer mit einem Freigetränk auf das Stadtfest und die Hussmouge anstoßen.

Foto: Fritz Kopetzky
Foto: Fritz Kopetzky
Foto: Fritz Kopetzky
Foto: Fritz Kopetzky

Fridays for Future in der City

Den Schutz der zahlreichen Gäste während der Feierlichkeiten in der City übernahmen die Polizistinnen von VIP und ernteten die ersten Raketen. Zwei der Gruppen waren aber gleich wieder im Einsatz, denn sie mussten Straßen für eine Demonstration von Fridays for Future absperren. Die Kids als Demonstranten machten sich unter anderem über Helikoptereltern lustig, die ihre Kinder auf Hochbegabtenschulen schicken, aber ihnen den Schulweg nicht zutrauen.

Zusammen mit zwei Straßenmusikern tanzten die Mütter und Sekretärinnen von „Just for Fun“. Thomas Sattler begrüßte die Ehrengäste bei den Hussmouge: So mischten sich Karin Hartmann, Sandra Funken und Birgit Heitland unter das närrische Publikum. Ebenso waren die Bürgermeister Angelika Beckenbach und Dr. Sascha Weber sowie der Kreistagsvorsitzende Joachim Kunkel, Erster Beigeordneter der Gemeinde Wald-Michelbach, Manfred Gölz, und die Vorsitzenden der benachbarten Karnevalsvereine Prof. Dr. Martin Wessner, Alexander Wetter und Jörg Rettich vor Ort.

Besuch aus dem Spielwarenladen

Der Vorspann mit einem Schaufenster stimmte die Besucher nach der Pause auf den Besuch aus dem Spielwarenladen ein. Die Gibos als Barbie und Ken brachten mit ihrem Tanz nicht nur die kleinen Zuschauer zum Staunen, und so hatte der Vorsitzende der Hussmouge Horst Gramlich als Paketzusteller eine leichte Aufgabe bei der Absage.

Im Anschluss lästerten die vier Mädels beim Junggesellinnenabschied ordentlich über ihre künftigen Ehemänner. Den Ausbruch aus dem Ehegefängnis zeigten dann Gefangene der Tanzgruppe „Galaxy“, die am Ende „fluchtartig“ die Bühne verließen.

Zwei Taxifahrer hatten den Besuchern viele Geschichten aus ihrem Berufsleben zu erzählen. Und inhaltlich blieb man im Anschluss auf der Straße: Die Gruppe „1,2 Step“ verzückte die Zuschauer mit einem Streetdance-Auftritt.

Neues aus der Notaufnahme

Die „Grandmas for Future“ konnten dann einen der Höhepunkte des Abends ankündigen. Die Theatergruppe aus Aschbach präsentierte Neues aus der Notaufnahme. Dabei wurde eindrucksvoll Lustiges gebpten, aber auch ernste Themen kamen zur Sprache, was zu euphorischem Beifall führte. Die Gruppe „Men at Dance“ tauchte gekonnt in das Rotlicht-Milieu ab.

Nach der Prämierung der besten Tische durfte die Müllabfuhr, bestehend aus der Gruppe „Devils“, die Reste wegräumen. So hatte der Bürgermeister von „Hussmouge-City“ Tobias Walter alles hergerichtet für das Stadtfest. Dieses startete mit den Dankesworten an alle Helfer vor und hinter der Bühne und der Verkündung des Mottos für das nächste Jahr: So wird im Jahr 2025 bei den Aschbacher Narren unter dem Motto „Die Hussmouge in der Unterwelt“ gefeiert.

Unter lang anhaltendem Beifall und mit stehenden Ovationen zogen alle Aktiven zum abschließenden Finale auf die Bühne. Mit dem Bewusstsein, eine weitere Sternstunde der Aschbacher Fastnacht auch mit einem neuen Format präsentiert zu haben, stimmten die Hussmouge ihre Hymne an: „Heid is Stadtfeschd, heid is Stadtfeschd. Gäischt du hie, gäischt du hie? Fresse, feiern, saufe, fresse, feiern, saufe. Des wird schäi, des wird schäi.“