Fastnacht

Die Hussmouge regieren

Die Aschbacher Narren erobern das Rathaus. Wegen des Wetters wird die Straßenfastnacht wird in die Halle verlegt.

Gruppenbild mit Bürgermeister: Bei den Aschbacher Hussmouge herrschte wie immer eine prima Stimmung. Foto: Fritz Kopetzky
Gruppenbild mit Bürgermeister: Bei den Aschbacher Hussmouge herrschte wie immer eine prima Stimmung.

In einem Fastnachtsumzug zogen rund 50 kleine und große Narren des Aschbacher Karnevalsvereins „Die Hussmouge“ am Samstagabend von der Kirche in Richtung Mehrzweckhalle. Dabei ertönte der Narrhallamarsch und fastnachtliche Musik über das Tal zur Halle hinüber. Damit waren Bürgermeister Dr. Sascha Weber und seine Mitarbeiter vorgewarnt, was jetzt gleich auf sie zukommen wird.

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Bürgermeister muss kapitulieren

Nach mehreren vergeblichen Versuchen, mit Helau und lauten Tröten die Tür zu öffnen, ließ Patrick Scholz als Motivator dann schwere Geschütze in Form von Konfettikanonen auffahren. Hiermit öffnete sich für die Aschbacher Narren endgültig die Tür zum Domizil des Bürgermeisters. Mit Helau und Musik ging es hinein in die warme Stube und die „Eindringlinge“ wurden mit Knabbereien, Süßigkeiten und allerlei Getränken besänftigt. Die Gegenwehr von Bürgermeister Weber und seiner Hallenbesatzung war kurz und letztendlich erfolglos. Der Macht der versammelten Fastnachter aus Aschbach hatten sie nichts entgegenzusetzen und mussten sich geschlagen geben.

Zu dem Beginn der fünften Jahreszeit haben die Narren um 18.11 Uhr Besitz von der Mehrzweckhalle in Aschbach ergriffen. Bürgermeister Weber musste eingestehen, dass alle Verteidigung gegen die Narrenmacht nichts geholfen hat und er trotz aller Vernunft und Unterstützung die Halle übergeben muss. Mit dreifach donnerndem Helau übergab er den Schlüssel an die Narrenschar, in die Hand des Vorsitzenden der Hussmouge, Horst Gramlich.

„Hier ist das Ding“

Gramlich hielt den Schlüssel unter großem Jubel und Helau in die Höhe und sprach die Reime: „Ehr Laid mer häwwes gschafft, der Widerstand is hiegerafft. De Schlissel is in unsre Hänn. Ich häb’s gewissd, des nimmt a gudes End.“ Dann reckte er den Schlüssel nochmals in die Höhe mit den Worten: „Hier ist das Ding – wir haben gewonnen.“ Die Aschbacher Narren überreichten dem Bürgermeister ein Geschenk, richteten sich dann in der Halle ein und machten sie zu ihrer guten Stube. „Hussmouge, Aschbach“ und nochmal „Aschbach helau“ war der Startschuss für die kommende Fastnachtskampagne. Die Festlichkeiten haben ihren Höhepunkt mit den Sitzungen am 19. und 20. sowie am 26. und 27. Januar. Der Vorverkauf findet am Samstag, 9. Dezember, ab 14 Uhr in der Mehrzweckhalle statt. Aufgrund der Regenvorhersage beschlossen die Verantwortlichen der Aschbacher Vereine, die Straßenfastnacht in diesem Jahr in die Mehrzweckhalle zu verlegen. Nach der „friedlichen“ Stürmung der Aschbacher Mehrzweckhalle und der „Kapitulation“ von Bürgermeister Weber brauchten die Hussmouge nicht weit zu gehen.

Gleich der nächste Einsatz

In der Fastnachtshochburg der Großgemeinde in Aschbach hatten sie zusammen mit allen Fastnachtern ihren nächsten Einsatz. Dort wurde mit der Straßenfastnacht die fünfte Jahreszeit endgültig gestartet. Pünktlich nach der Hallenstürmung begeisterte die Coverband Thousand Years Later aus dem Überwald mit ihrem vielseitigen Repertoire die Besucher und heizte die Stimmung mächtig an. Die musikalische Bandbreite reichte von aktuellen Hits aus Rock und Pop über Schlager und Volksmusik bis hin zu echten Klassikern – mit Songs von Tina Turner, Helene Fischer, Prince, Pur und Bon Jovi.

Feiern bis in den frühen Morgen

Damit sorgten sie für viel Stimmung und den passenden Start der Fastnacht. Während der nächsten Stunden füllte sich die Halle immer mehr. Die Musiker ließen mit ihren rockigen und fetzigen Einlagen – und den eingestreuten Fastnachtsliedern – das Publikum bis weit nach Mitternacht euphorisch feiern. „Das alles bei freiem Eintritt“, wie die Verantwortlichen betonten.

Die Fastnachter waren mehr als zufrieden mit dem Abend und alle freuen sich schon auf die närrischen Monate, bis dann am Aschermittwoch leider alles schon wieder vorbei ist.