Odenwald

Was die "beste Kerwe des Odenwalds" zum Titel sagt

Die „Liewerschbescher Kerwe“ ist die beste Kerwe des Odenwalds. Das kam bei einer Abstimmung von „WasJetzt Odenwald“ heraus. Wie der Verein den Wettbewerb erlebt hat und wie der Sieg gefeiert werden soll.

Nieder-Liebersbach hat die beste Kerwe im Odenwald, fanden die Social-Media-User bei einer Umfrage von "WasJetzt Odenwald". Im vergangenen Jahr feierte der Kerweverein nach der Coronapause sein 50-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsumzug. Foto: Fritz Kopetzky
Nieder-Liebersbach hat die beste Kerwe im Odenwald, fanden die Social-Media-User bei einer Umfrage von "WasJetzt Odenwald". Im vergangenen Jahr feierte der Kerweverein nach der Coronapause sein 50-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsumzug.

Es spielt keine Rolle, wie groß oder klein die Stadt oder der Ortsteil ist, in dem sie stattfindet: Die Kerwe ist für viele Odenwälder ein Höhepunkt im Jahr. Doch: Welche Kerwe ist eigentlich die beste? Genau das wollten Theresa Bartmann und ihr Team von „WasJetzt Odenwald“ herausfinden. Deswegen startete der Verein eine Abstimmung in den sozialen Medien. Eine Woche später stand fest: Die beste Kerwe gibt es im Birkenauer Ortsteil Nieder-Liebersbach. Doch: Was sagt der Verein „Liewerschbescher Kerwe“ zu seiner Krönung?

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Das Ziel war der Titel

Wie Kerweparrer Peter Jochim und sein Team, bestehend aus Kai Jochim, Fynn Herker und Lars Hennig, verraten, war es das erklärte Ziel, den Titel nach Nieder-Liebersbach zu holen. Über Instagram ist der Verein auf den Wettbewerb aufmerksam geworden. Sie arbeiteten gerade am neuen Kerwewagen, als sie beschlossen, sich zu bewerben, erzählt Lars Hennig bei einem gemeinsamen Treffen mit unserer Zeitung. Gesagt, getan: Gemeinsam wurde das beste Bild- und Videomaterial herausgesucht, ein Bewerbungsschreiben in bestem Ourewällerisch verfasst und bei „WasJetzt Odenwald“ eingereicht.

Danach begann der Wahlkampf. Fleißig wurden Beiträge geteilt, befreundete Vereine ins Boot geholt und ordentlich die Werbetrommel gerührt. „Wir haben quasi jeden angesprochen, der uns über den Weg gelaufen ist. Man kann schon sagen, dass wir die Leute genervt haben“, erinnert sich der Kerweparrer mit einem Augenzwinkern. Parallel wurden immer wieder die Stimmen zusammengezählt und mit dem Stand der Konkurrenz verglichen.

Den Sieg zusammen feiern

Die Chatgruppe des Vereins sei förmlich vor Nachrichten explodiert, als „WasJetzt Odenwald“ den Gewinner bekannt gab. „Insgeheim haben wir es ja immer gewusst…“, sagt Hennig und Kerweparrer Jochim fügt hinzu: „…aber jetzt haben wir es schwarz auf weiß.“

Was der Vereinsvorsitzende Reiner Jöst dazu gesagt hat? „War eh klar“, soll sein Kommentar gewesen sein. Ohne die Unterstützer, die ihre Stimme abgegeben haben, sei das aber nicht möglich gewesen, betonte Peter Jochim. Bislang wartet der Kerweverein noch darauf, dass „WasJetzt Odenwald“ Kontakt aufnimmt. Als Gewinner erwartet sie ein 30-Liter-Festanstich-Fass, ein 50-Liter-Freibier-Fass und eine Besichtigung der Brauerei Schmucker.

Ob die „Liewerschbescher Kerwe“ ihren Titel verteidigen würde, können die vier bisher noch nicht sagen. Momentan haben sie genug vom Wahlkampf. „Aber wer weiß“, überlegt Peter Jochim. Fest steht: Der Sieg soll im Rahmen der Kerwe im September gemeinsam gefeiert werden. Und in der Kerweredd wird ein Abschnitt auf jeden Fall dem Titel gewidmet.