Birkenau

Einstimmung auf das große Fest

Volks-Chor und MGV Eintracht Birkenau sowie die Sängerlust Nieder-Liebersbach bezaubern das Publikum in der evangelischen Kirche.

Drei Chöre, ein Ziel: dem Publikum in der Vorweihnachtszeit ein stimmungsvolles Konzert zu bieten – ein Vorhaben, das blendend umgesetzt wurde. Foto: Ernst Lotz
Drei Chöre, ein Ziel: dem Publikum in der Vorweihnachtszeit ein stimmungsvolles Konzert zu bieten – ein Vorhaben, das blendend umgesetzt wurde.

Einen Abend mit viel vorweihnachtlichem Flair genossen viele Birkenauer beim Weihnachtsmarkt auf dem Platz La Rochefoucauld, aber auch in der nahen evangelischen Kirche. Dorthin hatten die Gesangvereine MGV Birkenau und Sängerlust Nieder-Liebersbach unter der musikalischen Leitung von Erich Schütz sowie der Volks-Chor Birkenau unter der musikalischen Leitung von Volker Halblaub zum traditionellen vorweihnachtlichen Singen eingeladen. Pfarrer Marcel Albert begrüßte die zahlreichen Gäste, die dem Konzert ein voll besetztes Gotteshaus bescherten.

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Nachdem die Chöre, begleitet vom Orgelspiel von Carolin Raschke, gemeinsam mit dem Publikum den Abend musikalisch mit dem Lied „Wir sagen euch an den lieben Advent“ eröffnet hatten, dankte Albert den Besuchern, dass sich so viele Birkenauer auf den Weg gemacht haben, um sich gemeinsam mit wunderbaren Liedern, Klängen und Gesang auf eine besinnliche Weihnachtszeit einzustimmen – trotz allem, was in der Welt oder auch im persönlichen Leben an Unbill geschehe.

Der gemischte Chor des Volks-Chors intonierte das sanfte und besinnliche Weihnachtslied „Es lagen im Felde die Hirten bei Nacht“, das die Verkündung der Geburt Jesu durch einen Erzengel besingt, und das Stück „Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit“, das auch das Christrosenlied genannt wird. Die beiden Männerchöre des MGV und der Sängerlust hatten eine wunderbar arrangierte und rhythmisch anspruchsvolle Version des Liedes „Weihnachtsglocken“ vorbereitet, dem das Lied „Der kleine Trommler“ folgte, eine deutsche Version des berühmten US-amerikanischen Weihnachtslieds.

Spende an den Arbeitskreis „Cornelia de Lange Syndrom“: Pfarrer Marcel Albert (links) und die Vertreter des Volks-Chors und des MGV Birkenau sowie der Sängerlust Nieder-Liebersbach, Matthias Halblaub (Dritter von links), Wolfgang Kadel (Zweiter von rechts und Hans-Joachim Wolk (rechts) mit der Familie Kegel. Foto: privat
Spende an den Arbeitskreis „Cornelia de Lange Syndrom“: Pfarrer Marcel Albert (links) und die Vertreter des Volks-Chors und des MGV Birkenau sowie der Sängerlust Nieder-Liebersbach, Matthias Halblaub (Dritter von links), Wolfgang Kadel (Zweiter von rechts und Hans-Joachim Wolk (rechts) mit der Familie Kegel.

Söhnlein liest Geschichte vor

Unterhaltsame Gedanken zum Christfest hatte Peter Söhnlein auch in diesem Jahr parat, der als Weihnachtsgeschichte eine aus dem Buch „Eilige Nacht“ von Iris Berben vorlas. Trotz allen Rummels, der Vielzahl der Gerüche, dem ständig hohen Cholesterinspiegel und den traditionellen Klagen des Einzelhandels wie der Nachbarschaft stellte Berben fest: Weihnachten ist einfach unerschütterlich, an Weihnachten kommt niemand vorbei, auf Weihnachten ist Verlass. Schaffe es das Fest doch einfach immer wieder, jede Unberechenbarkeit des Lebens auszuhalten.

Die VolksCHORifeen, sechs junge Frauen begleitet von Volker Halblaub, hatten ebenfalls Weihnachtsliedgut aus Übersee mitgebracht und sorgten mit den Liedern „Winter Wonderland“, „Christmas Lullaby“ und dem sanften Stück „The Rose“ für Gänsehautmomente, die auch nicht mehr weichen sollten. Dafür zeichneten die weiteren Aufführungen der drei Chöre an diesem Abend verantwortlich. Die drei Gesangsvereine überwanden die Grenzen von Sängern und lauschendem Zuhörer mit dem Stück „Lo, How A Rose E’er Blooming “, der englischen Version des Weihnachtslieds „Es ist ein Ros’ entsprungen“.

Ein wunderschönes Orgel-Präludium leitete dann den traditionellen Höhepunkt des vorweihnachtlichen Singens ein: „O du fröhliche“, gemeinsam gesungen von Aktiven und dem Publikum, bei dem das wunderschöne traditionelle Lied vielstimmig und besonders beeindruckend das Nahen des Festes spüren ließ.

Wohltätiger Zweck

Die Chöre, die keinen Eintritt für das Konzert verlangten, baten auch in diesem Jahr um eine Spende für einen wohltätigen Zweck. Die Spenden werden dem Arbeitskreis „Cornelia de Lange Syndrom“ (CdLS) zugutekommen, für den Elisabeth Kegel aus Ober-Liebersbach tätig ist. Das CdLS ist eine Behinderung, die durch vielfache angeborene Fehlbildungen verursacht wird, was auch meist mit einer geistigen Behinderung verbunden ist. Der Arbeitskreis hat es sich zur Aufgabe gemacht, Informationen und Erfahrungen an betroffene Familien weiterzugeben, Brücken zu bauen und Begegnungen zu ermöglichen. Direkt im Anschluss an das Konzert wurde der Erlös an Vorstandsmitglieder des Arbeitskreises überreicht. Es waren sage und schreibe 1537,21 Euro zusammengekommen – ein wertvoller Beitrag für eine wichtige Arbeit.