Rimbach

Gibt es Neuigkeiten von der 87-jährigen Vermissten aus Rimbach?

Vor fünf Wochen ist die 87-jährige Marianne Benkel-Eberle aus einem Altenheim weggelaufen. WNOZ hat sich bei der Polizei erkundigt, was sich seitdem ergeben hat.

Seit dem 1. Mai wird die 87-jährige Marianne Benkel-Eberle vermisst. Weder die private Suchaktion der Angehörigen, noch die Ermittlungen der Polizei brachten die gewünschten Resultate. (Symbolbild) Foto: Sascha Lotz
Seit dem 1. Mai wird die 87-jährige Marianne Benkel-Eberle vermisst. Weder die private Suchaktion der Angehörigen, noch die Ermittlungen der Polizei brachten die gewünschten Resultate. (Symbolbild)

Von der am 1. Mai aus dem Altenheim Johanniter-Haus Weschnitzal in Rimbach weggelaufene Marianne Benkel-Eberle fehlt weiterhin jede Spur. Sämtliche Suchmaßnahmen der Polizei mit Drohne, Hubschrauber und Mantrailer-Hunden verliefen im Nichts. Auch die privaten Suchaktionen der Familie brachten bisher keine neuen Erkenntnisse. Die 87-Jährige, demenziell Erkrankte, bleibt verschwunden. „Mit zunehmender Dauer schwindet natürlich die Hoffnung, die alte Dame noch lebend zu finden“, sagt Felix Seitz von der Pressestelle des Polizeireviers Südhessen in Darmstadt. Und macht damit aber auch deutlich, dass die Ermittler weiterhin nach der Dame suchen – allerdings nicht mehr aktiv. Das bedeutet: Für Menschen, die in Deutschland vermisst werden, steht ein computergestütztes Erfassungs- und Abfragesystem zur Personenfahndung zur Verfügung. Felix Seitz dazu: „Die Dame ist in der entsprechenden Datei gespeichert. Sollten Vermisste – lebend oder verstorben – gefunden werden, findet automatisch ein DNA-Abgleich statt.“ Man hoffe dann auf einen Treffer.

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Wie viele Vermisste gibt es in Deutschland?

Am 1. Januar 2024 waren laut Bundeskriminalamt insgesamt 9832 vermisste Personen in Deutschland registriert. In dieser Zahl sind sowohl Fälle vermisster Personen enthalten, die sich innerhalb weniger Tage aufklären, als auch über viele Jahre Vermisste, deren Aufenthaltsort nicht festgestellt werden konnte.

Marianne Benkel-Eberle wird seit dem 1. Mai gegen 10 Uhr vermisst. Foto: privat
Marianne Benkel-Eberle wird seit dem 1. Mai gegen 10 Uhr vermisst.

In der Statistik von „INPOL“ heißt es: „Täglich werden jeweils etwa 200 bis 300 Fahndungen neu erfasst, etwa die gleiche Anzahl wird wegen Erledigung gelöscht. Erfahrungsgemäß erledigen sich etwa 50 Prozent der Vermissten-Fälle innerhalb der ersten Woche. Binnen Monatsfrist liegt die Aufklärungsquote bereits bei über 80 Prozent. Der Anteil der Personen, die länger als ein Jahr vermisst werden, bewegt sich bei nur etwa drei Prozent. Mehr als zwei Drittel aller Vermissten sind männlich. Etwa die Hälfte aller Vermissten sind Kinder und Jugendliche. Für ihr Verschwinden gibt es die unterschiedlichsten Gründe (Probleme in der Schule oder mit den Eltern oder Liebeskummer). Falls eine Vermisstensache nicht aufgeklärt wird, bleibt die Personenfahndung bis auf Widerruf bestehen. So auch im Fall Marianne Benkel-Eberle.

Polizeiliche Ermittlungen wurden eingestellt

Die polizeilichen Ermittlungen, wer Schuld an dem Weglaufen der alten Dame hat, wurden laut Felix Seitz mittlerweile eingestellt. Die Verkettung unglücklicher Umstände habe zu dem Verschwinden geführt, heißt es. Die Verantwortlichen des Altenheims Johanniter-Haus Weschnitzal in Rimbach wollten sich telefonisch nicht zu dem Vorfall äußern und verwiesen darauf, schriftlich Fragen zu formulieren. Die Antworten auf die Fragen stehen noch aus.

Familie gibt Hoffnung nicht auf

Rita Eberle-Wessner, Tochter der Vermissten, hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, wenngleich auch sie sich mit ihrer Familie eingestehen muss, dass die Chancen, ihre Mutter noch lebend zu finden, gering sind. Ihre Mutter sei einfach fortgegangen und nicht mehr zurückgekommen. Für die gesamte Familie sei das eine unfassbar bedrückende und schmerzhafte Situation.