Rimbach

In Rimbach brennt eine Garage

Einsatz für die Feuerwehren aus Rimbach und Mörlenbach am Freitag. Es gibt keine Verletzten. Einsatzkräfte verhindern Schlimmeres.

Die Einsatzkräfte konnten das Feuer schnell löschen. Foto: Astrid Wagner
Die Einsatzkräfte konnten das Feuer schnell löschen.

Zu einem ausgedehnten Garagenbrand wurde die Rimbacher Feuerwehr am Freitagnachmittag gerufen: Gegen 16.11 Uhr löste die Leitstelle Bergstraße die Alarmierung „Feuer 2, Brand von Gebäuden“ aus. Zu diesem Zeitpunkt war über dem Wohngebiet in der Schillerstraße bereits eine große Rauchwolke zu sehen.

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In zweiter Reihe hinter den Wohngebäuden brannte ein Garagenkomplex. Wie Gemeindebrandinspektor Christian Kloth im Gespräch mit dieser Zeitung mitteilte, befanden sich in der Garage mehrere Motorräder und Fahrräder sowie andere Gerätschaften. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand die Garage bereits im Vollbrand. Der Feuerwehr gelang es, durch rasches Eingreifen, die Flammen schnell zu löschen und so ein Übergreifen auf Wohnungen und Häuser in unmittelbarer Nachbarschaft zu verhindern und so noch weitaus größeren Schaden zu verhindern.

Der Löschangriff erfolgte sowohl von der Straßenseite als auch über den Garten des Nachbarhauses. Von außen sah man die rußgeschwärzte Fassade und zerborstene Fenster. Auch Atemschutzgeräteträger wurden eingesetzt. Das Stockwerk über der Garage blieb vom Brand verschont. Menschen kamen bei dem Brandereignis nicht zu schaden.

Gegen 17 Uhr waren die Feuerwehrleute noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt, die sich noch länger hinziehen sollten. Sie suchten unter anderem nach Glutnestern, denn noch immer stieg hier und da Rauch aus der im Innern völlig zerstörten Garage auf.

Sichtlich erschrocken mussten die Bewohner des Wohnhauses zusehen, wie ihre Garage ein Opfer des Feuers wurde. Zur Brandursache konnten auch sie nichts sagen: Die Garage habe auf einmal in Flammen gestanden.

Zahlreiche Menschen aus der Nachbarschaft beobachteten die Löscharbeiten. Während die einen sich um die Bewohner des Hauses, dessen Garage brannte, kümmerten, erholten sich andere von ihrem Schrecken: Im Hinblick auf die dichte Wohnbebauung sagte ein Augenzeuge: „Das hätte bös ausgehen können, wäre die Feuerwehr nicht so schnell da gewesen oder hätte es nachts gebrannt und man das nicht sofort bemerkt. Dann wären hier vielleicht Wohnhäuser in Flammen aufgegangen.“ Ein Anwohner des Albersbacher Wegs war panisch nach Hause gefahren, weil er befürchtete, sein Haus stünde in Flammen.

Im Einsatz waren alle drei Rimbacher Feuerwehren sowie ein Zug der Mörlenbacher Kameraden. Über die Brandursache und die Schadenshöhe war am frühen Freitagabend noch nichts bekannt. Die Brandermittler der Kriminalpolizei Heppenheim übernehmen die Ermittlungen. Während der Löscharbeiten waren große Teile des Albersbacher Wegs und der Schillerstraße wegen des hohen Aufkommens von Feuerwehr-, Rettungs- und Polizeifahrzeugen nicht befahrbar.

Der Garagenbrand hatte für die Freiwillige Feuerwehr Rimbach in der Nacht zum Samstag noch ein Nachspiel. Die Ehrenamtlichen wurden gegen 5 Uhr erneut an die Einsatzstelle gerufen. „Ein in einer Absauganlage befindlicher Haufen Sägemehl glimmte“, berichtet die Feuerwehr hierzu auf ihrer Facebookseite. Das Sägemehl wurde ausgeräumt und der Bereich mit Schaum abgedeckt.

Die Wohnung über der Garage ist durch die starke Rauchentwicklung vorläufig unbewohnbar, wie die Polizei am späten Freitagabend mitteilte. Die Bewohnerin ist bei ihrer Familie untergekommen. Der Wert der in der Garage verbrannten Motorräder, Fahrräder und Werkzeuge beträgt laut Polizei rund 60 000 Euro.