Lörzenbach

Jannis Barkhausen ist nicht zu schlagen

Beim sechsten Dart-Turnier des SV Lörzenbach um den Taxi-Schröder-Cup gibt es nach drei Jahren wieder einen neuen Sieger.

Einen neuen Sieger gab es beim Dart-Turnier in Lörzenbach (von links): Matthias Felsch, Jannis Barkhausen, Organisator Thomas Schröder, Sascha Stein und Stefan Reich. Foto: Stefan Jünger
Einen neuen Sieger gab es beim Dart-Turnier in Lörzenbach (von links): Matthias Felsch, Jannis Barkhausen, Organisator Thomas Schröder, Sascha Stein und Stefan Reich.

Die Spannung war zum Greifen, als das Finale beim Taxi-Schröder-Dart-Cup beim SV Lörzenbach anstand. Würde Seriensieger Matthias Felsch der vierte Streich in Folge gelingen? Doch an diesem Abend musste er sich der Klasse des jungen Jannis Barkhausen geschlagen geben, der unter dem Beifall der Zuschauer bei seinem ersten Auftritt in Lörzenbach den Turniererfolg feiern konnte.

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Es war nur eines einer ganzen Reihe von hochkarätigen Duellen, die die sechste Auflage des von der „Dartkiller“-Abteilung unter der Regie von Thomas Schröder organisierten Turniers zu bieten hatte. „Wenn du einen Durchschnitt von 80 Punkten ans Board nageln musst, um gewinnen zu können, sagt das schon einiges aus“, merkte Schröder dann auch bei der Siegerehrung an.

Mehrere Sonderpreise

Das Niveau machte sich auch bei den Sonderpreisen bemerkbar. Der 22-jährige Jannis Barkhausen aus Groß-Bieberau holte sich auch den Short-Leg-Preis, denn er hatte mit zwölf Würfen das schnellste Spiel geschafft. Von 147 auf 0 zu stellen, dieses Kunststück war Jürgen Vettel gelungen, der damit den Preis für das höchste Check-out bekam. Schließlich kamen alle Teilnehmer, die einen 180er geworfen haben (dreimal Triple-20) in einen Lostopf, der Preis dafür entfiel auf Steffen Heckmann aus Oberzent.

Zu Turnierbeginn hatte die Turnierleitung mit Thomas und Christopher Schröder sowie Marco Dörr und Patricia Knittel erst einmal viel Arbeit, denn aufgrund zahlreicher krankheitsbedingter Ausfälle galt es die Lücken zu füllen und die Spielpläne entsprechend zu aktualisieren. So traten schließlich 83 Teilnehmer an 14 Boards zur ersten Gruppenphase an.

Spätestens in der ersten K.o.-Runde trennte sich dann die Spreu vom Weizen. Beim Lörzenbacher Turnier können Hobby- und Vereinsspieler antreten und sich somit Amateure mit Ligaspielern messen. In der Vergangenheit gab es dabei immer mal wieder Überraschungen, die sich am Samstag aber in Grenzen hielten. Auch vom gastgebenden SVL traten einige Fußballer an, von denen es jedoch nur Tobias Pfeifer in die K.o.-Runde schaffte, wo dann für ihn das Aus kam.

In den weiteren Finalspielen setzten sich dann immer mehr die Favoriten durch. Und so kam es dann auch zu einem hochklassigen Halbfinale, das die Fans elektrisierte. Im ersten Duell trafen Dreifachsieger Matthias Felsch, der für das Rimbacher Team „Le Bistro“ in der Bezirksliga antritt, und der Nieder-Liebersbacher Sascha Stein, genannt „Stoiner“, der inzwischen für die Dartkiller antritt, aufeinander. Stein schaffte das Kunststück, in dem Spiel gleich drei 180er zu werfen, ging zweimal in Führung, doch dann konterte Felsch, nutzte es eiskalt aus, als sein Gegenüber zweimal verpasste, auszuckecken, und stand nach dem 4:3 zum vierten Mal in Folge als Finalteilnehmer fest.

Vereinsinternes Duell

Im zweiten Halbfinale kam es zu einem vereinsinternen Duell des Darmstädter Clubs „Dartmoor“, wobei sich Routinier Stefan Reich dem jungen Talent Barkhausen stellen musste. Der 22-Jährige übernahm von Beginn an die Initiative, erzielte wie eine Maschine immer wieder hohe Punktzahlen und ließ Reich beim 4:2 keine Chance. Höhepunkt war, als sich Reich bei einem Leg mit einem 180er in eine aussichtsreiche Position brachte, doch Barkhausen unbeeindruckt mit einem Check-out von 144 antwortete.

Nun fragten sich alle, ob Matthias Felsch seinen jungen Herausforderer in Schach halten könnte. Trotz der zu dieser späten Zeit noch vielen Zuschauer wurde es ganz still im Saal und alle verfolgten atemlos die vor Spannung knisternde Auseinandersetzung. Barkhausen setzte zunächst sein furioses Spiel fort und ging mit 2:0 Durchgängen in Führung. Doch Felsch gab sich noch lange nicht geschlagen und verkürzte auf 1:2 und 2:3. Als der Titelverteidiger dann im sechsten Leg die große Chance zum Ausgleich liegen ließ, sorgte Barkhausen mit dem 4:2 für die Vorentscheidung. Nun war der 22-Jährige nicht mehr zu stoppen, und mit einem Finish von 80 Punkten aus zum 5:2 stellte er den Turniersieg sicher.

Viele Glückwünsche

„Es hat mega Spaß gemacht“, sagte der Erstplatzierte, als er die vielen Glückwünsche entgegennahm. Vor allem mit seinen Leistungen in den K.o-Spielen war er sehr zufrieden, und er versprach, im nächsten Jahr seinen Titel verteidigen zu wollen. Dagegen haderte Felsch etwas mit seinem Auftritt im Finale. „Ich bin nicht wirklich ins Spiel hineingekommen, das ist vorher deutlich besser gelaufen“, meinte er, um die Leistung des Siegers aber auch anzuerkennen: „Er hat stark gespielt. Jetzt greife ich nächstes Jahr noch mal neu an“, kündigte er an. Zufrieden war Sascha Stein, der im kleinen Finale Stefan Reich klar mit 4:1 bezwungen hatte. Er war auch zum ersten Mal in Lörzenbach dabei gewesen: „Das war ein super Turnier mit einem super Ablauf.“

So fand ein langer Dart-Abend kurz vor Mitternacht ein würdiges Ende. Den ganzen Tag über hatten die Helfer des SV dafür gesorgt, dass es dem leiblichen Wohl der Spieler und auch der zahlreichen Zuschauer an nichts mangelte.

Bei der Siegerehrung zeigte sich Thomas Schröder dann auch vom Niveau des Turniers angetan und dankte allen Helfern und Sponsoren. Angesichts des großen Zuspruchs kündigte er gleich die siebte Auflage im nächsten Jahr an.