Schreinerei in Lindenfels-Glattbach abgebrannt
Im Innern der Schreinerei blieb nur Schutt und Asche zurück. Alle Maschinen sind dem Feuer zum Opfer gefallen.
Lindenfels. Es war fast halb 2 in der Nacht zum Mittwoch, als die Feuerwehr des Lindenfelser Ortsteils Glattbach mit dem Einsatzstichwort „Feuer 3“ alarmiert wurde. In unmittelbarer Nähe des Feuerwehrstützpunktes war in einer Schreinerei in der Ortsstraße ein Feuer ausgebrochen. Noch als das erste Fahrzeug der Glattbacher Kameraden bereits auf dem Weg war, entwickelte sich das Feuer zum Vollbrand. Lichterloh schlugen die Flammen aus dem Gebäude, in dem sie genügend Nahrung fanden. Die Feuerwehren aus Lindenfels und den Stadtteilen Eulsbach und Winterkasten eilten zur Hilfe, neben der Drehleiter aus Lindenfels war auch die aus Reichelsheim vor Ort. Die Feuerwehr Fürth unterstützte mit Atemschutzgeräteträgern.
Löschwasser gefriert
Da das Löschwasser bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt bei Bodenkontakt sofort gefror und sich Glatteis bildete, nahmen sich Bauhof-Mitarbeiter dieses Problems an. „Es war spiegelglatt“, berichtete Luca Rettig von der Glattbacher Wehr, der morgens die Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Michael Höbel übernommen hatte und die Nachlöscharbeiten koordinierte. Und auch am Morgen war es auf dem Gehweg stellenweise noch immer äußerst rutschig.
Im Innern nur Schutt und Asche
Es dauerte eine Weile, bis das Feuer eingedämmt werden konnte. Doch auch am Mittwochmorgen um kurz nach 7 Uhr qualmte es immer noch aus dem zur Schreinerei gehörenden Silo, in dem Holzspäne lagerten. Der Teleskoplader der Feuerwehr Reichelsheim transportierte den Brandschutt aus dem völlig zerstörten Innern des Gebäudes. Dieser wurde auf der Freifläche neben der Schreinerei noch einmal abgelöscht, denn auch hier waren noch einzelne Glutnester zu entdecken. Ein auf dem Gelände abgestelltes Boot blieb dagegen unversehrt. Von der Schreinerei blieben neben dem Silo am Ende nur die Außenwände und Teile der Dachkonstruktion stehen. Die Scheiben waren zerborsten, die hölzernen Fensterkreuze blieben erhalten. Drinnen sah man nur noch Schutt und Asche. Alle Maschinen fielen dem Feuer zum Opfer. „Eine ganze Existenz wurde da vernichtet“, zeigte sich ein Feuerwehrmann betroffen. Man kennt sich im Ortsteil.
Insgesamt waren deutlich über 60 Einsatzkräfte vor Ort, wie Luca Rettig mitteilte. Die anwesenden Rettungskräfte kümmerten sich um die Verpflegung der Einsatzkräfte, die bei klirrender Kälte ihre Arbeit verrichten mussten. Auch das THW war Ort, um die Einsatzleitung technisch zu beraten. Es kamen keine Menschen zu Schaden. Über die Brandursache und die Schadenshöhe können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben gemacht werden. Experten der Polizei ermittelt die Brandursache.
Die Ortsdurchfahrt war bis morgens um 7 Uhr für den Verkehr voll gesperrt.