„Man kann den Eltern diese Erhöhung zumuten“
Der Kindergartenbesuch in Rimbach soll teurer werden.
Das letzte Thema auf der vergangenen Tagesordnung im Haupt- und Finanzausschuss (HFA) war ein inhaltliches Schwergewicht, ging es doch um die Anhebung der Kindergartenbeiträge. Hier legte Sieglinde Weber von der Kämmerei eine Kalkulation vor: Die bisherigen Beiträge sorgen für einen Kostendeckungsgrad von 34 Prozent; nach einer zum Teil deutlichen Anhebung könnte dieser auf 50 Prozent steigen. Schmitt erklärte, dass die Gemeinde im vergangenen Jahr pro Kindergartenplatz Zuschüsse in Höhe von 8206 Euro geleistet habe.
Deutlich höhere Beiträge
Sechs Stunden Betreuung pro Tag müssten nach Landes-Vorgabe kostenlos sein, erläuterte er weiter, beklagte aber, dass die bereitgestellten Mittel nicht zur Kostendeckung ausreichten. Aktuell zahlen Eltern in Rimbach für „Modul 1“, eine sechsstündige Betreuung ohne Mittagessen, für ein Kind ab drei Jahren 192 Euro. Sollte die Gemeindevertretung der Anhebung ihren Segen geben, müssen sie deutlich tiefer in die Tasche greifen: Dann werden monatlich 280 Euro fällig.
„Modul 2“, eine Teilzeitbetreuung bis zu 7,5 Stunden pro Tag (zuzüglich Mittagsversorgung) kostet dann monatlich 350 Euro; am teuersten wird „Modul 3a“, das nur in der Kindertagesstätte Rimbach-Mitte angeboten wird und eine Ganztagsbetreuung von 9,5 Stunden umfasst. Hier müssten die Eltern dann 440 Euro zahlen. „Modul 3b“, das nur in der Kindertagesstätte Rimbach-Mitlechtern zu haben ist, umfasst eine neunstündige Ganztagsbetreuung, die dann monatlich 420 Euro kostet.
„Man kann den Eltern diese Erhöhung zumuten“
„Man kann den Eltern diese Erhöhung zumuten“, bemerkte Schmitt und verwies auf deutlich höhere Kosten etwa in Baden-Württemberg, während Mäule darauf verwies, dass es für finanzschwache Eltern Zuschüsse vom Kreis gebe. Die Erhöhung soll Mehreinnahmen von 37 000 Euro im Jahr bringen, erklärte Wagner. Trotzdem war hier nach einer längeren Debatte das Abstimmungsergebnis nur eine knappe Mehrheit: Drei Ratsmitglieder sagten Ja zur Erhöhung, zwei votierten dagegen, außerdem gab es eine Enthaltung.
Am Mittwoch, 10. Juli, tagt die Gemeindevertretung ab 19 Uhr in der Mensa der Martin-Luther-Schule.