Abtsteinach

Mit ganzer Kraft für Abtsteinach einsetzen

Bürgermeisterin Angelika Beckenbach wird in ihre zweite Amtsperiode eingeführt.

Die alte Bürgermeisterin der Gemeinde Abtsteinach ist auch die neue: Am Freitagabend wurde Angelika Beckenbach (Mitte) von der Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Karin Oberle, und vom Ersten Beigeordneten Klaus Schmitt in ihre zweite Amtszeit eingeführt. Foto: Fritz Kopetzky
Die alte Bürgermeisterin der Gemeinde Abtsteinach ist auch die neue: Am Freitagabend wurde Angelika Beckenbach (Mitte) von der Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Karin Oberle, und vom Ersten Beigeordneten Klaus Schmitt in ihre zweite Amtszeit eingeführt.

Es wird sich nicht viel ändern, wenn Angelika Beckenbach an diesem Montagmorgen ins Rathaus der Gemeinde Abtsteinach kommt. Auch wenn an diesem Tag ihre zweite Amtsperiode beginnt, wird sie mit ihrer Arbeit so weitermachen wie in den vergangenen sechs Jahren. Auch aus diesem Grund wollte sie keine besondere Feier für ihre offizielle Amtseinführung, sondern bat darum, dies im Rahmen einer „normalen“ Sitzung der Gemeindevertretung vorzunehmen. Diesem Wunsch habe man gerne entsprochen, erklärte die Vorsitzende des Gremiums, Karin Oberle, damit auch, warum sich der Kreis der Ehrengäste auf Vertreter der Institutionen und Vereine aus Abtsteinach beschränkte. Zusammen mit dem Beigeordneten Klaus Schmitt nahm sie die Ernennung der alten neuen Bürgermeisterin vor.

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92,6 Prozent Zustimmung

In ihrer Ansprache erinnerte Karin Oberle daran, dass Angelika Beckenbach am 12. März mit der Stimmenmehrheit von 92,6 Prozent wiedergewählt worden war. Am 12. Mai hatte die Gemeindevertretung die Wahl für gültig erklärt. Angesichts des schlichten Rahmens merkte die Gemeindevertretervorsitzende an, dass sich – hoffentlich – nicht viel ändern werde in den nächsten sechs Jahren, außer „dass sich unsere Bürgermeisterin für die nächste Amtsperiode eine neue Urkunde an die Wand hängen kann“.

Aber es gebe doch etwas, was nun anders sei, denn dieses Mal gebe es keine Schonfrist zur Einarbeitung. „Der Alltagstrott wird direkt am Montag wieder da sein“, fügte sie an. Und es gebe weiterhin noch viele Altlasten zu beseitigen, aber da sei sie auf dem besten Weg, dies in den nächsten sechs Jahren zu schaffen.

In der Gemeindevertretung herrsche, auch aufgrund ihrer Mithilfe, ein harmonisches Miteinander. „Unsere Diskussionen sind sachlich, manchmal emotional, aber niemals wird die rote Linie zur Beleidigung oder persönlichen Anfeindung überschritten“, würdigte sie die gute Moderation der Bürgermeisterin. Alle Vertreter der gemeindlichen Gremien seien froh darüber, dass sie noch einmal zur Wahl angetreten sei – „schon aus dem Grund, dass wir uns nicht schon wieder an einen neuen Bürgermeister gewöhnen müssen“. So wünschte ihr Oberle, dass sie weiterhin genug Kraft mobilisieren und mit demselben Elan wie bisher ihren Job erledigen könne.

Es sei nicht immer leicht, aber wenn sie ihre Aufgabe weiterhin mit so viel Hartnäckigkeit und Gewissenhaftigkeit wie bisher erledige, reiche ein bisschen Glück und der Erfolg komme von selbst. „Dass sie Freude an ihrer Arbeit hat, zeigt sich schon daran, dass sie in die Verlängerung geht. Klaus Schmitt verlas dann den Text der Urkunde und nach der Vereidigung und der Verpflichtung per Handschlag erhielt die Bürgermeisterin unter dem Beifall der Gäste im Sitzungssaal des Rathauses ihre Ernennungsurkunde.

Überwältigendes Ergebnis

Dieser Tag bedeute ihr sehr viel, erklärte Angelika Beckenbach und unterstrich, dass sie bereit sei, für weitere sechs Jahre Verantwortung für „unser schönes Abtsteinach zu übernehmen“. Das Ergebnis von 92,6 Prozent Zustimmung habe sie berührt und überwältigt, aber auch ihre Entscheidung für eine zweite Amtszeit bestätigt – auch wenn es nicht immer leicht sei, das Amt und die Familie unter einen Hut zu bringen. Deshalb dankte sie ihrem Ehemann Peter und den beiden Söhnen, die an diesem Abend im verdienten Männerurlaub weilten, wie sie mit einem Lächeln anmerkte.

„In den vergangenen sechs Jahren haben wir gemeinsam vieles erreicht und in die Wege geleitet, auch wenn uns die Corona-Pandemie etwas ausgebremst hat“, sagte sie. Genauso vertrauensvoll wolle sie in den nächsten sechs Jahren mit den Bürgern zusammenarbeiten, um dadurch gute Ergebnisse für die Gemeinde zu erreichen. Besonders hob sie die Mitarbeiter von Gemeindeverwaltung und Bauhof hervor, auf die sie sich zu 100 Prozent verlassen könne. „Ohne sie wäre es nicht möglich, die Aufgaben zu erfüllen. Da gibt es kein Nein“, freute sie sich über deren Flexibilität und bezeichnete die Mitarbeiter als „mein ganz persönliches Dream-Team“. An die Bürger gewandt unterstrich sie, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst sei und sich mit ganzer Kraft zum Wohl von Abtsteinach einsetzen werde.

Sektempfang

Nach ihrer Ansprache galt es für die alte und neue Rathauschefin zuerst einmal, viele Glückwünsche entgegenzunehmen. Im Foyer war ein kleiner Sektempfang mit Häppchen vorbereitet und so wurde die Amtseinführung noch einige Zeit lang in geselliger Runde gefeiert – ehe es an diesem Montag für sie gleich wieder weitergeht.