Fußball

Streit auf Spielfeld in Lörzenbach eskaliert - die Hintergründe

ISC Fürth nimmt Stellung zu Vorfällen nach Spiel gegen den VfR Bürstadt: War Berichterstattung „dramatisch übertrieben“?

Nach dem Abpfiff des Spiels kam es nach Angaben der Polizei zu einem Handgemenge. (Archivbild) Foto: Philipp Reimer Fotografie
Nach dem Abpfiff des Spiels kam es nach Angaben der Polizei zu einem Handgemenge. (Archivbild)

Für viel Aufsehen haben die Auseinandersetzungen nach dem Abpfiff des Spiels zwischen dem ISC Fürth und dem VfR Bürstadt in der Fußball-Kreisliga A gesorgt. Dabei kam es nach Angaben der Polizeistation Heppenheim zu einem Handgemenge, nachdem ein Spieler des ISC und ein Betreuer des VfR aneinandergeraten waren. Infolgedessen waren die Beamten einer Polizeistreife sowie ein Notarzt angefordert worden und ein Betreuer der Bürstädter begab sich angesichts seiner Verletzungen in ein Krankenhaus, wie die Bürstädter schilderten (wir haben hier berichtet).

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Rudelbildung auf dem Spielfeld

Der Vorstand des ISC hat nun eine Pressemitteilung veröffentlicht, in dem der Verein, der seine Spiele auf dem Kunstrasenplatz in Lörzenbach ausrichtet, Stellung zu den Ereignissen nach der Begegnung nimmt. Darin bestätigt der Vorstand, dass es nach dem Schlusspfiff zu einem Vorfall gekommen sei, der auf dem Spielfeld eskaliert sei und sich in einer Rudelbildung entladen habe. Die Berichterstattung über diese Ereignisse seien jedoch „dramatisch übertrieben“ worden.

„Rund eine Stunde nach dem Vorfall, als die Polizei vor Ort eintraf, war bereits niemand von der Mannschaft oder dem Trainerstab des VfR Bürstadt mehr im Stadion. Die Medien nutzten den Polizeieinsatz, um die Ereignisse noch spektakulärer darzustellen, als sie tatsächlich waren“, erklärt der ISC in der Stellungnahme und verweist auf die in unserer Zeitung veröffentlichte Stellungnahme des Sprechers der Polizeistation Heppenheim, dass es lediglich leichte Verletzungen gegeben habe, aber nichts Schlimmeres dabei gewesen sei.

Dem Fair Play verpflichtet

Der ISC bedauert sowohl die Vorfälle als auch die Art der Berichterstattung. „Wir wünschen dem Torwarttrainer des VfR Bürstadt sowie unserem eigenen Spieler, der ebenfalls eine Verletzung erlitten hat, eine schnelle und vollständige Genesung“, heißt es in der Stellungnahme des Vereins. Dieser bleibe dem Fair Play verpflichtet und kündigt an, Maßnahmen zu ergreifen, um solche Vorfälle künftig zu verhindern. „Wir sind bereit, mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um die Vorfälle sachlich aufzuklären“, erklärt der Vorstand des ISC.

Auch der VfR Bürstadt, dessen Vorstand am Montag beschlossen hatte, sich zunächst nicht mehr weiter zu den Vorfällen zu äußern, meldete sich noch einmal zu Wort. Dabei stellte Trainer David Vorreiter fest, dass weder er noch der Sportliche Leiter des VfR, Thomas Reingruber, nach der Begegnung am vergangenen Sonntag irgendetwas zur Anzeige gebracht hätten.