Fußball

Nach dem Spiel kam die Polizei

3:2-Sieg des ISC Fürth im A-Liga-Duell gegen den VfR Bürstadt wird von Auseinandersetzungen überschattet

Nach dem Abpfiff kam es in der A-Liga-Partie zwischen dem ISC Fürth und dem VfR Bürstadt zu einem Handgemenge. Foto: Philipp Reimer
Nach dem Abpfiff kam es in der A-Liga-Partie zwischen dem ISC Fürth und dem VfR Bürstadt zu einem Handgemenge.

Eigentlich wollten Spieler, Verantwortliche und Anhänger des ISC Fürth am späten Sonntagnachmittag den ersten Sieg in einem Pflichtspiel in der Fußball-Kreisliga A nach über einem Jahr mit dem 3:2 gegen den VfR Bürstadt nach zwischenzeitlichem 0:2-Rückstand feiern, doch die Stimmung kippte, als es nach dem Abpfiff zu Auseinandersetzungen auf dem Platz in Lörzenbach kam, in deren Folge sogar eine Streife der Polizeistation in Heppenheimer angefordert wurde.

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Polizei greift ein

„Nachdem das Spiel abgepfiffen worden war, ist es zu einem Handgemenge gekommen“, berichtete ein Sprecher der Polizeistation auf Anfrage unserer Redaktion. Seinen Worten zufolge seien ein Spieler des ISC und ein Betreuer der Bürstädter aneinandergeraten. „Es kam zu Handlungen, die zu leichten Körperverletzungen führten“, hieß es vonseiten der Polizei. Die Betroffenen seien getrennt worden und dann hätten sich die Gemüter aber auch recht schnell wieder beruhigt. „Es gab leichte Verletzungen, aber da war wohl nicht Schlimmeres dabei“, erklärte der Sprecher, der bestätigte, dass auch ein Notarztwagen vor Ort gewesen sei.

Der Sportliche Leiter des ISC Fürth, Salahudin Zulovic, war zwar am Sonntag noch im Urlaub, hatte sich am Montag aber natürlich von seinen Vorstandskollegen informieren lassen. Seinen Angaben nach hätten die Spieler des VfR Bürstadt schon während der Partie „getreten und unsere Spieler provoziert“. Der ISC habe das Spiel nach dem 0:2-Rückstand ja noch gedreht, was die Bürstädter sicherlich geärgert habe. Nach dem Abpfiff sei ein Spieler der Fürther in den Rücken getreten worden, was dann zu den Auseinandersetzungen geführt habe. „Aber was da genau passiert ist, hat wohl niemand so richtig gesehen“, erklärte er gegenüber unserer Sportredaktion.

Torwarttrainer bewusstlos

Der Sportliche Leiter des VfR Bürstadt, Thomas Reingruber, wollte sich zu den Vorfällen nach dem Ende des Spiels noch nicht näher äußern. „Das ist alles noch am Laufen, ich habe noch nicht einmal die Stellungnahme an den Verband angefertigt“, erklärte er am Montagabend im Gespräch mit unserer Sportredaktion und bat um Verständnis, dass er nicht weiter ins Detail gehen wollte. Was er sagen konnte, war, dass der Torwarttrainer der Bürstädter infolge der Auseinandersetzungen bewusstlos gewesen und nach der Erstversorgung durch den Notarzt in ein Krankenhaus gekommen sei.

Die Ereignisse werden nun gewiss ein Nachspiel vor dem Kreissportgericht haben.