WasJetzt Odenwald will Gemeinden enger einbinden
'WasJetzt Odenwald' aus Wald-Michelbach plant eine Erweiterung ihres Angebots. Angesichts der beeindruckenden Klickzahlen auf den sozialen Medien strebt der Verein eine engere Zusammenarbeit mit den Gemeinden an.
Die Online-Plattform „WasJetzt Odenwald“ plant einen Ausbau ihres Angebots. Vor dem Hintergrund der beeindruckenden Klickzahlen auf den sozialen Medien, die in diesem Jahr die Millionengrenze überschritten haben, strebt der Verein aus Wald-Michelbach eine engere Zusammenarbeit mit den Gemeinden an.
Aus dem einstmals digitalen Treffpunkt für Bewohner der Region soll eine umfassende Informationsquelle werden. Die Gemeinden könnten den „Reichweiten-Booster“ nutzen, wie Florian Lindner, ein Sprecher des Vereins, die hohen Zustimmungswerte auf den sozialen Medien bezeichnet. Die Impressionsrate der Online-Inhalte gehe in die zweistellige Millionenhöhe. Auch die Reichweite auf Instagram mit 10 000 Follower könne sich sehen lassen, wie Lindner im Gespräch ergänzt.
Gemeinden aktiv einbeziehen
Auf die hohen Zahlen kam das „WasJetzt Odenwald“-Team auch beim Impulsvortrag in der Carlebachmühle in Birkenau zu sprechen, den der Verein organisiert und an dem von den 60 angeschriebenen insgesamt neun Bürgermeister teilgenommen hatten. Im Zentrum stand der Wunsch des Wald-Michelbacher Vereins, die Gemeinden im Odenwald für ihr Projekt zu gewinnen.
Durch Querverlinkung sollen die redaktionellen Inhalte der Plattform mit Neuigkeiten der Ortschaften verknüpft werden, insbesondere betrifft das regionale Stellenanzeigen oder Ausflugsziele. Weiter sagte er: „Die Idee ist, WasJetzt Odenwald zu einer noch tiefer integrierten Informationsquelle zu machen, indem die Gemeinden aktiv in den Prozess einbezogen werden.“
Regionalen Marktplatz ausbauen
Die Resonanz über das geplante „Odenwaldgemeinde-Paket“ der Plattform schätzte Lindner auf Nachfrage positiv ein. Doch es bestehe noch Überzeugungsarbeit: „Die Odenwälder trauen sich nicht so recht, sich nach außen zu zeigen“, gab Lindner zu bedenken. Durch die Kooperation mit den Gemeinden solle auch der Weg zu „mehr Lokalpatriotismus“ geebnet werden.
Ob es um einen neuen Job geht, eine Veranstaltung oder um den nächsten Ausflug – WasJetzt Odenwald versteht sich als zentrale Informationsplattform für ihre Heimatregion. Neben den Social-Media-Aktivitäten möchte der Verein mithilfe von Blogs, Porträts und Newslettern die Bedürfnisse der Odenwälder Bürger und Unternehmen widerspiegeln und ihnen die Möglichkeit zum Austausch bieten. Im Vordergrund steht nach wie vor, alle Bereiche des Lebens abzudecken: Freizeit, Kultur, Ausbildung. Es soll eine Online-Plattform von Menschen aus dem Odenwald für den Odenwald sein.
Auch für Kleinstunternehmer
Nicht nur das Odenwälder Team stellt redaktionelle Inhalte ein, sondern alle Odenwälder sollen sich aufgerufen fühlen, das Projekt am Leben zu erhalten: „Die Struktur ermöglicht es auch den Nutzern, aktiv zur Plattform beizutragen.“ Das umfasst regionale Vereine, Unternehmen genauso wie Organisationen, Dienstleister und Geschäfte, die in Kurzrubriken ihre Inhalte einstellen können.
Seit der Liveschaltung im Corona-Jahr 2020 haben sich dem Verein immer mehr Unternehmen auf der Plattform von „WasJetzt Odenwald“ angeschlossen, darunter auch regionale Kleinstunternehmer, so Lindner, die dort ihre Dienstleistung präsentieren. Auch ein Shopsystem ist auf der Webseite integriert, auf dem regionale Anbieter ihre heimischen Produkte anbieten.
Das Register der Ausflugsziele wird ebenfalls kontinuierlich ausgebaut. Den einzelnen Sehenswürdigkeiten sind kurze Porträts gewidmet und die Inhalte werden angereichert mit Tipps zu nahe liegenden Orten, die ebenfalls besichtigt werden können.
"Aus der Not heraus" entstanden
„WasJetzt Odenwald“ ist während des Lockdown als Initiative „aus der Not heraus“ entstanden, damit sich Menschen im Odenwald austauschen können. Von Anfang an wollte der Verein die Online-Plattform nicht als bloßes Branchenbuch verstanden wissen.
Vielmehr sei es „ein lebendiger Ausdruck der Liebe zur Region und ein Versuch, die vielfältigen Facetten des Odenwalds nach innen und außen zu tragen“, schreibt der Verein in seiner Pressemitteilung. Das folgt dem Motto, das sich die Plattform „WasJetzt Odenwald“ selbst gegeben hat: „Von Odenwäldern für Odenwälder“.
An Plänen mangelt es nicht. Nach dem Kerwe-Ranking im Sommer oder der Aktion „Müllhelden“ steht noch eine „Odenwaldmesse“ an, um die Unternehmen, die sich bei „WasJetzt Odenwald“ angemeldet haben, zu einer Präsenzveranstaltung einzuladen.