Wenn aus Kartons Schatzkisten werden
Im Rahmen der Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" können Päckchen vom 6. bis 13. November wieder an mehreren Sammelstellen in der Region abgegeben werden.
In acht Wochen wird Weihnachten gefeiert – höchste Zeit also für die Geschenkaktion „Weihnachten im Schuhkarton“, die in eine neue Runde startet. Vom 6. bis 13. November können wieder an mehreren Sammelstellen auch in der Region gepackte Schuhkartons und Geldspenden abgegeben werden, erklären Michaela Jüllich und Janina Bondza, die beide die Aktion seit vielen Jahren ehrenamtlich koordinieren. Bis zur offiziellen Abgabewoche im November hat man also noch Zeit, leere Schuhkartons in „Schatzkisten“ zu verwandeln.
Abgabestellen in der Region:
Es gibt mehrere Stellen in der Region, bei denen die gepackten Schuhkartons sowie eine Geldspende abgegeben werden können:
Birkenau:
Allianz Agentur Kessler & Günthel OHG, Auf der Aue 9;
Postfiliale Birkenau, Bahnhofstraße 17;
Familie Jüllich, Obergasse 30;
Bäckerei Brehm, Mumbacher Straße 14, Reisen;
Irish Pub Mac Menhir, Nächstenbacher Straße 2, Nieder-Liebersbach.
Mörlenbach:
Servicestelle im Rathaus der Gemeinde, Rathausplatz 1.
Rimbach:
K&K Schmidt, Rathausstraße 12;
Nadine Meister-Kreuzer, Im Eichwäldchen.
Fürth:
Buchhandlung Valentin, Heppenheimer Straße 10;
Janina Bondza, Sauerwiesenstraße 5, Fahrenbach.
Wald-Michelbach:
Hobby & More, Poststraße 10.
Gorxheimertal:
Hobby & More, Haupstraße 177.
Weinheim:
Luise Ganser, Wintergasse 103.
Weitere Informationen gibt es unter weihnachten-im-schuhkarton.org
Jedes Päckchen macht die Aktion lebendig
„Im vergangenen Jahr kamen aus unserer Region mehr als 800 Schuhkartons zusammen“, erinnert sich Jüllich. Aus ihrer Sammelstelle waren es 222 Päckchen – im Vergleich zum Jahr 2021 waren dies knapp 150 Päckchen weniger. Aber dies habe sie nicht entmutigen lassen, sich auch in diesem Jahr für diese Aktion zu engagieren und die Herausforderung anzunehmen. Denn: „Jedes Päckchen, das mit Liebe gepackt und auf die Reise geschickt wird, wird die Augen eines Kindes leuchten lassen, und das ist es, was diese Aktion so lebendig und schön macht. Ich bin voller Zuversicht, auch in diesem Jahr viele Päckchen auf die Reise schicken zu können“, sagt Jüllich.
Auswirkungen auf ganze Familien
Die weltweite Geschenkaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ erfreut nicht nur Kinderherzen, sondern hat oft auch Auswirkungen auf die ganze Familie. Zu dieser Einschätzung gelangt der Vorstand der Hilfsorganisation „Samaritan’s Purse“, Sylke Busenbender, die für die Durchführung der Aktion verantwortlich ist. „Wir erleben immer wieder, wie nicht nur die Kinder durch das überraschende Geschenk einer völlig fremden Person berührt werden. Häufig führt diese Geste der Wertschätzung dazu, dass auch andere Familienmitglieder sich mit dem christlichen Hintergrund der Aktion auseinandersetzen und zum Glauben an Jesus finden“, wird sie in der Mitteilung von „Weihnachten im Schuhkarton“ zitiert.
Als eines von vielen Beispielen nennt sie die Geschichte von Daniel und seiner Mutter Katharina (Katka) aus der Slowakei: Von ihrem Partner verlassen, habe Katka während ihrer Schwangerschaft in einem Frauenhaus Zuflucht gefunden. Dort habe ihr Sohn Daniel einige Jahre später ein Schuhkartongeschenk erhielt. Im nachfolgenden Glaubenskurs „Die größte Reise“ haben beide neue Hoffnung im christlichen Glauben gefunden und engagieren sich heute selbst ehrenamtlich für die Aktion – auch in dem Frauenhaus, das sie selbst inzwischen verlassen konnten. „Wer Menschen wie Daniel und Katharina neue Hoffnung schenken will, kann dies ganz einfach durch ,Weihnachten im Schuhkarton’ in die Tat umsetzen“, wird Busenbender weiter in der Mitteilung zitiert.
Was ist „Weihnachten im Schuhkarton“?
„Weihnachten im Schuhkarton“ ist Teil der internationalen Aktion „Operation Christmas Child“ der christlichen Hilfsorganisation „Samaritan’s Purse“. Ziel der Aktion ist es, bedürftigen Kindern weltweit zu zeigen, dass Gott sie liebt und durch die Schuhkartons zusammen mit Kirchengemeinden vor Ort die gute Nachricht von Jesus Christus weiterzugeben. Seit dem Jahr 1993 wurden im Rahmen der Aktion über 208 Millionen Geschenkkartons auf die Reise zu Kindern in mehr als 170 Ländern und Regionen gebracht.
Wie kann man mitmachen und was darf in den Schuhkarton?
Mitmachen ist einfach: Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, gestaltet einen eigenen Standard-Schuhkarton weihnachtlich. Gefüllt wird dieser dann mit neuen Geschenken für Jungen oder Mädchen der Altersklasse zwei bis vier, fünf bis neun oder zehn bis 14 Jahren. Empfohlen wird eine Mischung aus Kleidung, Spielsachen, Schulmaterialien und Hygieneartikeln. Auf logistischen Gründen wird empfohlen, ab diesem Jahr auf das Einpacken von Süßigkeiten zu verzichten. Wer keine passenden Kartons zur Hand hat, kann unter jetzt-mitpacken.org welche bestellen.
Wer verteilt die gepackten Schuhkartons und wo kommen sie an?
Die Geschenke werden später von Kirchengemeinden unterschiedlicher Konfessionen zielgerichtet verteilt. Die weltweite Aktion erreicht bedürftige Kinder in weit über 110 Ländern. Die Päckchen aus dem deutschsprachigen Raum gehen in diesem Jahr unter anderem nach Bulgarien, Rumänien, Serbien, Ukraine und Weißrussland. In Ländern wie Polen oder der Slowakei werden neben einheimischen Kindern auch viele Flüchtlinge aus der Ukraine beschenkt.
Wie kann man die Aktion noch unterstützten?
Zur Unterstützung der Aktion bittet „Samaritan’s Purse“ auch um Spenden. „Im vergangenen Jahr sind einige Kosten stark gestiegen; in jedes beschenkte Kind investierten wir 11,49 Euro“, wird Busenbender, Vorstand der Hilfsorganisation „Samaritan’s Purse“, in der Mitteilung zitiert. Auch wer selber nicht mitpacke, sei herzlich eingeladen, die Aktion, beispielsweise als Spender, zu begleiten.
Spendenkonto:
DE12 3706 0193 5544 3322 11, Verwendungszweck: 300500 und Adresse des Spenders (für Zuwendungsbestätigung).
„Samaritan’s Purse – die barmherzigen Samariter“ trägt das DZI-Spendensiegel und ist Mitglied der Initiative Transparente Zivilgesellschaft.