Jahresbilanz

Birkenauer Feuerwehr: Silobrand in der Carlebachmühle war ein echter „Kraftakt“ 

Die Birkenauer Feuerwehr zieht Bilanz über das Jahr 2024 mit über 1000 Einsatzstunden. In diesem Jahr stehen neue Aufgaben bevor.

Über 60 Stunden lang waren insgesamt mehr als 300 Feuerwehrleute im Februar 2024 mit der Löschung eines Silobrandes im Birkenauer Tal beschäftigt. Am Ende war jedes brennbare Material aus dem Silo gebracht worden. Foto: Katrin Oeldorf
Über 60 Stunden lang waren insgesamt mehr als 300 Feuerwehrleute im Februar 2024 mit der Löschung eines Silobrandes im Birkenauer Tal beschäftigt. Am Ende war jedes brennbare Material aus dem Silo gebracht worden.

Birkenau. Insgesamt 93 Einsätze – 14 weniger als im Vorjahr – hatte die Freiwillige Feuerwehr der Kerngemeinde Birkenau abzuarbeiten. In insgesamt 1570 Einsatzstunden brachten die Brandschützer ihr Know-how und ihre Freizeit zugunsten der Bevölkerung ein. Das berichtete Wehrführer Florian Schneider bei der Jahreshauptversammlung der Floriansjünger im Saal des Feuerwehrgerätehauses. Er begrüßte die Kameraden der Wehr, die über 48 aktive und 212 passive Mitglieder verfügt, sowie Bürgermeister Milan Mapplassary und den Gemeindevertretervorsitzenden Stefan Roewer.

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Elf Brandeinsätze, 49 technische Hilfeleistungen und 28 Helfer-vor-Ort-Einsätze wurden im abgelaufenen Jahr absolviert. Mit dem Silobrand in der Carlebachmühle im vergangenen Frühjahr, der drei Tage lang andauerte, habe das Jahr 2024 einen echten Kraftakt wie eine wahre Materialschlacht geboten. Solche Herausforderungen verdeutlichen die Notwendigkeit für regelmäßige Fortbildung und Übungen: Insgesamt 2160 Stunden brachten die Brandschützer für diese auf, noch einmal 1000 weitere Stunden brachten die Brandschützer durch Lehrgangsbesuche ein. Alles in allem brachten die Mitglieder der Feuerwehr der Gemeinschaft 5000 Stunden ehrenamtliche Arbeit zur Sicherstellung des Brandschutzes im abgelaufenen Jahr ein.

Die Feuerwehr und die Kleinsten

Im vergangenen Jahr stand auch die Brandschutzerziehung der Kinder im Fokus. Anfang Juni gaben die Feuerwehrleute den 65 Vorschulkindern der Birkenauer Kindergärten einen Einblick in das Feuerwehrwesen. Auf großen Zuspruch seitens der Öffentlichkeit stieß das Sommernachtsfest, das den Bereich vor dem Feuerwehrgerätehaus auf dem Platz La Rochefoucauld an zwei Tagen zum geselligen Mittelpunkt werden ließ.

Kompetenz ruht aber in Sachen Brandschutz auf solider Nachwuchsarbeit. Einen spielerischen Einstieg in das Brandschutzwesen erfuhren die Mitglieder der Kinderfeuerwehr „Schnuffis“ an elf Ausbildungsnachmittagen. Diese finden jeweils am ersten Samstag im Monat von 10 bis 11.30 Uhr statt und verknüpfen spannende Informationen mit viel Spiel, Spaß und Miteinander. Das berichtete Maria Eberle-Leupold, die die erstmalige Abnahme der ersten Stufe des Kinderfeuerwehrabzeichens „Tatze“ in Birkenau als einen Höhepunkt der Bambini-Wehr hervorhob, in der vier Betreuer und ein Dutzend Kinder einen spielerischen Einstieg in das Brandschutzwesen finden. Ein besonderes Erlebnis war auch die gemeinsam mit den weiteren Kinderfeuerwehren ausgetragene „Wasserschlacht“ in Reisen.

Die Freiwillige Feuerwehr Birkenau ehrte und beförderte im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung einige Mitglieder. Foto: Feuerwehr Birkenau
Die Freiwillige Feuerwehr Birkenau ehrte und beförderte im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung einige Mitglieder.

Für die Jugendfeuerwehr erstattete Sven Unholzer Bericht. Traditionell waren die 13 Personen starke Jugendfeuerwehrabteilung mit der Christbaumsammelaktion ins Jahr gestartet. Theorie und Übungsstunden wechselten sich mit Freizeitaktivitäten ab. Im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser war das Zeltlager in Zwingenberg am Neckar gefallen, dem starke Regenfälle einen Strich durch die Rechnung machten. Entschädigung bot das Kreiszeltlager in Bensheim wenige Wochen später.

„Ein wertvolles Engagement“

Bürgermeister Mapplassary dankte den Feuerwehrleuten im Namen der Bürger für ihren Einsatz. Das Engagement der ehrenamtlichen Feuerwehrleute, die ihre persönliche Sicherheit zugunsten ihrer Mitmenschen einsetzen, sei ein besonderes, ein wertvolles Engagement, das kaum einen Vergleich mit weiteren ehrenamtlichen Tätigkeiten zulasse. Das Jahr 2025 werde ein „Feuerwehrjahr“ werden, sagte Mapplassary, der auf den kurz vor dem Abschluss stehenden Bedarfs- und Entwicklungsplan der Brandschützer einging, der den Ausstattungsbedarf der Wehr in der mittelfristigen Zukunft beschreibt und der einiges an Investitionen in die Wehren Birkenaus einfordern wird.

Bedarfs- und Entwicklungsplan

Die Gemeindevertretung werde sich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass aus diesem Plan Realität wird. Das versprach Gemeindevertretervorsitzender Roewer. Der Bedarfs- und Entwicklungsplan befinde sich unmittelbar vor der Fertigstellung, sagte Gemeindebrandinspektor Jan Hofmann, der in seinen Grußworten auch an die zusätzlichen Aufgaben erinnerte, die das Jahr 2025 für die Birkenauer Feuerwehren bringen wird angesichts der Tunnelbaustellen in Mörlenbach und dem Start der Arbeiten zur Sanierung der Hauptstraße. Das Sommernachtsfest der Feuerwehr wird in diesem Jahr am 16. und am 17. August stattfinden, darüber informierte Wehrführer Schneider.