Hirschberg

Die Apfelernte bei Obstbauer Karl-Jürgen Bitzel läuft gut

Der Großsachsener Bauer freut sich über die idealen Wettervoraussetzungen. Er erwartet eine sehr gute Qualität bei den Äpfeln.

Der Großsachsener Obstbauer Karl-Jürgen Bitzel ist hochzufrieden. Das ideale Wetter sorgt für eine sehr gute Qualität. Unser Bild zeigt den Obstbauer mit der jüngsten Apfelsorte Marie, benannt nach seiner Tochter. Foto: Fritz Kopetzky
Der Großsachsener Obstbauer Karl-Jürgen Bitzel ist hochzufrieden. Das ideale Wetter sorgt für eine sehr gute Qualität. Unser Bild zeigt den Obstbauer mit der jüngsten Apfelsorte Marie, benannt nach seiner Tochter.

Morgens um 5 Uhr steht er auf. Dann setzt sich Obstbauer Karl-Jürgen Bitzel auf seinen Schlepper und fährt ins Feld. Die Apfelernte läuft auf vollen Touren. An diesem Morgen bringt er Kalzium aus. Dieses Kalzium stärkt die Zellwände und sorgt so für knackig-festes Fruchtfleisch. In dieser Woche erntet der Großsachsener Obstbauer die Apfelsorten Berlepsch und Rubinette. Nächste Woche folgt die Konferenzbirne. Der 44-Jährige und seine 23 Erntehelfer sind gut beschäftigt.

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20 Tonnen pro Hektar

Bitzel lacht zufrieden, denn das Wetter spielt in diesen Tagen – eigentlich schon das ganze Jahr über – perfekt mit. „Die Nächte sind kalt, aber nicht zu kalt. Und tagsüber gibt es gemäßigte Temperaturen. Die Äpfel haben so Zeit, zu wachsen. Alles über 35 Grad ist nicht gut. Der Apfel stellt dann auf Überlebenserhalt um. Zu hohe Temperaturen sind richtig Stress für ihn“, weiß der Obstbauer aus Erfahrung zu berichten. Das Wetter ermögliche tolle Qualitäten und gesunde Früchte.

Der Großsachsener besitzt eine Apfelanbaufläche von 22 Hektar; pro Hektar rechnet man mit einem Ertrag von 20 Tonnen. Zu den Frühäpfeln gehören die Sorten Delbar, Summerred und Collina. Derzeit erfolgt die Ernte der Herbstsorten wie Elstar, Jonagold oder Gala. Letztere ist knackig und saftig und vor allem bei den Kindern beliebt.

Hauptabnehmer der Bitzel-Äpfel ist der Einzelhandel mit Edeka Südwest. Zudem verkauft er Äpfel in seinem Obstladen mit angeschlossenem Hofcafé.

Umschwung im Juli

Der 44-Jährige kommt beim Gespräch nochmals auf die idealen Wetterbedingungen für seine Äpfel zurück. „Wir hatten einen feuchten Winter. Dadurch wurde der Wasserhaushalt wieder aufgefüllt. Das Frühjahr war normal und im Juni/Juli herrschte für mehrere Wochen eine Trockenheit“, sagt er.

Eine richtige Hitze, wie andere immer wieder behaupten, sei dies aber nicht gewesen, betont Bitzel. Problematisch werde dies alles nur, wenn es über die 40 Grad geht: „Da bekommen die Äpfel Sonnenbrand.“

Zum 25. Juli kam dann der Wetterumschwung. „Zu Beginn der Schulferien begann es zu regnen. Für die Schüler war dies bestimmt nicht schön, für uns hingegen sehr gut“, ergänzt Bitzel: „Ich bin sehr glücklich über das Wetter.“ Des einen Freud ist des anderen Leid – heißt es doch so schön.

Kürbissen, die Bitzel ebenfalls besitzt, schadet im Gegensatz zum Apfel die vorübergehende Trockenheit übrigens nicht. Der Großsachsener, der sich derzeit mitten in der Apfelernte befindet, baut zudem Weinreben an. In erster Linie Spätburgunder. Pilzkrankheiten seien hier immer wieder ein Thema, wenngleich die Spätburgunderrebe nicht so anfällig sei. „Die Lese kann jetzt sehr schnell beginnen. Denn es besteht die Gefahr, dass die Trauben platzen“, schildert der 44-Jährige.

Kreative Ideen

Obstbauer Karl-Jürgen und seine Frau Nina sind bekannt für ihre Qualität und Ansprüche an die Produkte. Sie sind zudem bekannt für ihre pfiffigen Ideen wie etwa die Frühstücksboxen zu Corona-Zeiten im Jahr 2021, die weggingen wie warme Semmeln. Die Konzertreihe „Bitzel rockt“ war ebenfalls etwas, mit dem der Landwirt seine Kreativität unter Beweis stellte.

Ob es jemals eine Wiederholung der Musikerauftritte auf seinem Grundstück in der Lobdengaustraße 22 geben wird, steht in den Sternen. „Sag niemals nie“, lacht Bitzel. Irgendwie juckt es ihn schon, auch wenn der Aufwand sehr groß war. Aber mit der Reihe sei man „wahnsinnig erfolgreich gewesen“, denkt er gerne zurück.