Hirschberg

Die Geschichte der alten Zollstation in Hirschberg

Rainer Gutjahr hat die historischen Fakten über das denkmalgeschützte Gebäude an der heutigen B3 gesammelt.

Die Fachwerk-Fassade des alten Zollhofs direkt an der B3 im Hirschberger Ortsteil Großsachsen. Foto: Kathrin Oeldorf
Die Fachwerk-Fassade des alten Zollhofs direkt an der B3 im Hirschberger Ortsteil Großsachsen.

Eine Kurpfälzer Hauptzollstation in Großsachsen („Sassinheim an der Bergstraße“) ist seit 1409 urkundlich belegt. Ihre Gründung ist auf die verkehrsgünstige Lage an der Bergstraße zurückzuführen, an der die Fernhandelswege aus Basel und Straßburg über Speyer und Ladenburg uns aus Augsburg, Ulm und Ravensburg au über Heidelberg zusammentrafen und eine Verbindung zur Messestadt Frankfurt herstellen.

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Impressum

Großsachsen zählt während des 17. Jahrhunderts zu den ertragsreichsten Zollstätten des Oberarms Heidelberg; so nahm der Zollbereiter Johann Bartel Petri 1671 am „vornembsten Haubzoll“ mit gut 2000 Gulden mehr als das Fünffache der Zollstation Weinheim ein.

Die Zollstätte lag ursprünglich am nördlichen Ortsausgang. Die Kriege des 17. Jahrhunderts führten zur Teilzerstörung und Aufgabe des Anwesens. 1726/1727 wurde am südlichen Ortsausgang die heute bestehende Anlage errichtet. Anfang des 19. Jahrhunderts, möglicherweise in Zusammenhang mit der Aufhebung der Zollstation 1803, wurde das Haus durchgreifend umgebaut. Großsachsen ist heute wie Leutershausen ein Ortsteil von Hirschberg.