Weinheim

Friedrich-Realschule erhält 10.000 Euro für Maker Space

Die Friedrich-Realschule in Weinheim hat Grund zum Jubeln. Sie ist eine der Gewinnerinnen der Initiative #Zukunftmitgemacht, die vom Deutschen Kinderhilfswerk, Rossmann und Procter & Gamble ins Leben gerufen wurde.

Die Friedrich-Realschule in Weinheim ist eine der glücklichen Gewinnerinnen der Initiative #Zukunftmitgemacht. Mit einer Förderung von 10 000 Euro soll der bestehende Maker Space der Schule weiter ausgebaut werden. Foto: Friedrich-Realschule
Die Friedrich-Realschule in Weinheim ist eine der glücklichen Gewinnerinnen der Initiative #Zukunftmitgemacht. Mit einer Förderung von 10 000 Euro soll der bestehende Maker Space der Schule weiter ausgebaut werden.

Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstützt die Weinheimer Friedrich-Realschule mit 10 000 Euro als Startkapital für einen Maker Space. Die Schule zählt zu den Gewinnern der Initiative #Zukunftmitgemacht des Deutschen Kinderhilfswerk, von Rossmann und Procter & Gamble. Maker Spaces sind offene Lernräume, die dem projektorientierten, experimentellen und kreativen Arbeiten dienen. Bereits seit dem vergangenen Jahr bietet die Friedrich-Realschule einen solchen Raum für Schüleraktivitäten an.

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Mit Ideen der Schüler ausgebaut

Schulleiter Daniel Besier erklärt: „Wir haben unseren Maker Space gemeinsam mit den Ideen der Schüler ausgebaut.“ Dazu hatten Schulleitung und Schülermitverwaltung (SMV) die jungen Menschen befragt, welche Interessen sie haben und welche Projekte sie gern im Maker Space umsetzen würden. Darauf aufbauend erstellten sie eine Ideensammlung.

Der Maker Space soll ein Ort sein, an dem Schüler zusammenarbeiten, Ideen teilen und voneinander lernen. Erfahrene Schüler könnten ihre Fähigkeiten im 3-D-Druck oder im Programmieren in Workshops an andere vermitteln. Sie erstellen beispielsweise Erklärfilme für die Geräte.

Nun steht der Bildungsstätte 10 000 Euro Fördergeld zur Verfügung, um den Raum für die jungen Lernenden noch besser zugänglich zu machen. Mit dem Fördergeld sollen technischen Geräten ergänzt werden. Dazu gehören Arduino-Kits, Großformatdrucker (A0), Robotik-Bausätze, Shirt-Presse, SLA-Drucker und Verbrauchsmaterial. „Unsere aktuelle Technik soll erweitert werden, damit die Schüler Robotik und Microcomputing lernen können“, erklärt Besier.

Der Maker Space wird nicht nur für Experimente im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Technik und Naturwissenschaften) und das Unterrichtsfach Alltagskultur, Ernährung und Soziales genutzt, sondern auch im Anschluss an die Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag. Die Medien-AG, verantwortlich für das Schulfernsehen, kann ebenfalls ihre Projekte in dem Raum umsetzen.

Doch nicht nur zwischen Lasern und 3-D-Druckern können sich die Schüler kreativ ausleben. Seit 2021 verfügt die Schule über ein eigenes TV-Studio im Schulgebäude. Kürzlich drehte sie einen Imagefilm für das Weinheimer Wirtschaftsgymnasium Johann-Philipp-Reis-Schule.

Über 30 Schulen profitieren

Insgesamt hatten sich mehr als 200 Schulen um eine Förderung der Initiative #Zukunftmitgemacht beworben. Aufgrund des hohen Interesses und der Vielzahl herausragender Bewerbungen wurde die Fördersumme des Gesamtprojektes von 250 000 Euro auf 350 000 Euro erhöht, wodurch nun über 30 Schulen aus allen 16 Bundesländern profitieren. Unterstützt werden sie bei der Projektrealisierung von der Bildungsinitiative #wirfürschule.

„Unsere Schulen müssen sich an vielen Stellen ändern und fit für die Zukunft machen. Dabei darf ,beteiligungsorientierte Schulentwicklung‘ nicht nur ein Schlagwort unter vielen bleiben, sondern muss gemeinsam mit den Schülern gelebt werden. Dafür können die ,Maker Spaces‘ eine gute Grundlage bilden“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Neben der technischen Ausstattung brauchen unsere Schulen genügend Freiräume, um allen Kindern chancengleich Zugang zur kreativen und innovativen Bildung zu ermöglichen. In der offenen Lern- und Experimentierumgebung von Maker Spaces, die #wirfürschule an so vielen Schulen wie möglich, deutschlandweit etablieren möchte, ist das möglich“, erklärt Verena Pausder, Co-Initiatorin von #wirfürschule und Expertin für digitale Bildung.

Bereits seit vielen Jahren engagieren sich Rossmann, das Deutsche Kinderhilfswerk und Procter & Gamble gesellschaftlich für Familien und Kinder – seit 2021 unter dem gemeinsamen Dach „#Zukunftmitgemacht“. Ziel der Partner ist es, junge Menschen zu stärken und ihnen die Möglichkeit zu geben, selbstbestimmt zu lernen. Dabei wird Schülern besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Neben Digitalisierung geht es bei „Zukunft mitgemacht“ auch um Themen wie Nachhaltigkeit, Diversität oder die Förderung der MINT-Fächer.