Gedenkstunde in Weinheim in Zeiten von Krieg und Terror
Am Donnerstag, 9. November, lädt die Stadt Weinheim die Bevölkerung wieder zu einer Gedenkstunde an die Reichspogromnacht ein – diesmal um 18 Uhr im Kleinen Schlosspark am Rathaus (Schloss).
Gedenken an Kriege, rassistische Ausschreitungen und Pogrome haben diesmal einen besonderen Bezug zur Realität, angesichts der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, der begleitet wird von antisemitischen Handlungen fast auf der ganzen Welt.
Am 10. November 1938 – es war der Tag nach der Reichspogromnacht – brannte auch in Weinheim die Synagoge. Dieses Datum jährt sich nun zum 85. Mal. Am Vorabend des Jahrestages, also am Donnerstag, 9. November, lädt die Stadt Weinheim die Bevölkerung wieder zu einer Gedenkstunde an die Reichspogromnacht ein – diesmal um 18 Uhr im Kleinen Schlosspark am Rathaus (Schloss).
„Die Verbrechen der Nationalsozialisten aufzuarbeiten, ihrer Opfer zu gedenken und die Erinnerung auch in nachfolgenden Generationen wachzuhalten, ist und bleibt eine immerwährende Aufgabe und moralische Verpflichtung“, schreibt Oberbürgermeister Manuel Just in der Einladung. Der Krieg in der Ukraine und der Nahost-Konflikt und die Folgen würden den Blick auf das aktuelle Geschehen lenken, so der OB. Und er fragt: „Wie kann es der Weltgemeinschaft gelingen, die Kämpfe und das Leid der betroffenen Menschen zu beenden? Was können wir dafür tun? Und welche Verantwortung haben wir vor dem Hintergrund unserer Geschichte?“ Just ist davon überzeugt, dass die Erinnerung an diese Zeit und die Impulse für die Gegenwart und die Zukunft wichtig sind, „wichtiger als vielleicht noch vor einigen Jahren“.