Weinheim

GigaNetz muss in Weinheim nachsitzen

Bis zum 18. September wollte die Deutsche GigaNetz 35 Prozent der Weinheimer Haushalte vom einem Glasfaseranschluss überzeugen. Das Ziel wurde krachend verfehlt. Und jetzt?

Die Firma Deutsche GigaNetz hat bisher  ihr Ziel in Weinheim verfehlt - trotz der zahllosen Werbeplakate am Straßenrand (Archivbild). Foto: Carsten Propp
Die Firma Deutsche GigaNetz hat bisher ihr Ziel in Weinheim verfehlt - trotz der zahllosen Werbeplakate am Straßenrand (Archivbild).

Es hatte sich schon länger abgezeichnet. Jetzt ist es offiziell: Die Firma Deutsche GigaNetz hat ihr Ziel, bis zum 18. September 35 Prozent der Weinheimer Haushalte von einem Glasfaseranschluss zu überzeugen, deutlich verfehlt. Auf WN-Anfrage teilte eine Sprecherin des Unternehmens am Freitag mit, dass die Vorvermarktungsquote derzeit bei „gut 20 Prozent liegt“.

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Entscheidung in zwei bis drei Wochen

Für eine verbindliche Aussage, ob GigaNetz die Frist verlängert, sei es noch zu früh. Man werde zunächst alle bis zum Stichtag 18. September eingehenden Verträge prüfen und dann über die nächsten Schritte entscheiden. „Dieser Prozess kann zwei bis drei Wochen dauern und wird im engen Austausch und in Abstimmung mit der Stadt Weinheim durchgeführt“, erklärte die GigaNetz-Sprecherin.

Stadt rechnet mit Verlängerung

Weinheims Pressesprecher Roland Kern lehnte sich da weiter aus dem Fenster: „Wir gehen davon aus, dass die Frist bis Jahresende verlängert wird, um dieses wichtige Infrastrukturprojekt doch noch zum Erfolg führen zu können. Die Stadt Weinheim würde das jedenfalls sehr begrüßen.“

Man würde sich ferner wünschen, so Kern weiter, wenn die Deutsche GigaNetz die zweite Phase „mit weiteren vertrauensbildenden Maßnahmen begleitet, um die Bürger von den Chancen des Glasfaserausbaus zu überzeugen“.

"Verstärkt positiver Nachfragetrend"

Die Firma GigaNetz hat die Hoffnung jedenfalls auch noch nicht aufgegeben. Erfahrungsgemäß benötige die Vermarktung in städtischen Gebieten in der Regel mehr Zeit als in ländlichen Regionen. Daher sei man über die aktuell erreichte Quote nicht überrascht. Dort brauche man mehr Zeit, um den Bedarf, die Vorteile und das technologische Potenzial eines Glasfasernetzes in der Bevölkerung zu etablieren. Gerade in den letzten Wochen habe man „einen verstärkt positiven Nachfragetrend“ festgestellt. pro