Weinheim

Jetzt rockt der Weinheimer Koch Jan Kruse das Taste-Finale

Von der Wachenburg ins TV: Jan Thorben Kruse zieht bei der SAT.1-Sendung "The Taste" ins Finale ein.

Jan Thorben Kruse (links) mit TV-Koch Frank Rosin am The-Taste-Herd. Foto: SAT.1/Willi Weber
Jan Thorben Kruse (links) mit TV-Koch Frank Rosin am The-Taste-Herd.

Was für eine Entwicklung: Anfangs sah es so aus, als sei die kulinarische Reise für Jan Thorben Kruse bei der TV-Sendung „The Taste“ schnell beendet. Eigentlich war er schon ausgeschieden, bekam aber in Folge zwei als Ersatzkandidat für den erkrankten Schweizer Ueli eine zweite Chance – und die nutzt er seitdem wie kein anderer. Gestern Abend schaffte der Weinheimer Koch den Sprung ins Finale. Damit heißt es kommende Woche: Daumen drücken für Weinheims Held am Herd.

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Schon gestern Abend wurde es in der Sendung mit dem Motto „Fisch“ spannend. Erst lief alles relativ glatt. Beim Teamkochen bekam Kruse Knurrhahn zugelost und brachte den Meeresfisch mit einer Bouillabaisse-Soße und Fenchelsamen auf den Löffel. „Das hat den Fisch sehr pur rausgebracht“, sagt Kruse im Gespräch mit unserer Zeitung. Sein Löffel wird der Jury, bestehend aus Tim Mälzer, Cornelia Poletto, Frank Rosin und Alexander Herrmann, serviert und auch die ist zufrieden.

Anders sah es jedoch später in Runde zwei beim Solo-Kochen aus. Kruses kurz gebratener Gewürzlachs mit Blumenkohl-Couscous und Orangen-Emulsion fiel durch. Von Cornelia Poletto gab es einen roten Stern. Die blonde Hamburgerin betonte allerdings: „Das war der mutigste von allen sieben Löffeln.“

Schwieriges Los im Entscheidungskochen

Trotzdem musste der 33-Jährige ins Entscheidungskochen. „Mein Los war aus meiner Sicht das schwierigste“, sagt Kruse. Austern und Speck sollte er zu einem harmonischen Gericht verbinden. Doch der Küchenchef der Weinheimer Wachenburg hatte sich gut vorbereitet und nahm die Herausforderung an. „Ich wusste aus früheren Sendungen, dass die Jury keine gebackenen Austern mag. Deshalb habe ich sie nur pochiert und mit süßen Mangold, Safran-Birne, italienischem Lardo-Speck und Croutons angerichtet“, so Kruse. Rat holte er sich während der Zubereitung von einem anderen Kandidaten: Tobi aus dem Team von Cornelia Poletto, der es schon eine Runde weiter geschafft hatte und dem Koch-Kumpel damit Tipps geben durfte. Die Mühe lohnte sich, von Frank Rosins gab es am Ende einen goldenen Stern – und damit das Ticket ins Finale. Das wird am kommenden Mittwoch ausgestrahlt.

Jan Thorben Kruse verrät zumindest schon so viel: „Da wird es dann sehr, sehr emotional. Es fließen ein paar Tränen – bei mir, aber auch bei anderen Kandidaten und bei der Jury.“ Ob er gewinnt und damit 50 000 Euro bekommt, verrät er noch nicht. Aber so viel: „Ich bin super zufrieden, denn ich habe alles erreicht, was ich erreichen wollte. Ich habe es ins Team von Frank Rosin geschafft, zwei meiner Rezepte werden in dem Kochbuch zur Sendung erscheinen und schon das Erreichen des Halbfinales war für mich der Hammer“, sagt er. Sechs Kandidaten sind insgesamt noch übrig, der Sieger wird am Mittwoch über drei Runden ermittelt.

In Weinheim hat er schon Star-Status

In Weinheim hat Jan Thorben Kruse inzwischen schon Star-Status. „Der Weg zum Bäcker ist auf jeden Fall schwieriger geworden“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Er werde immer wieder angesprochen, Gäste der Wachenburg wollten Fotos mit ihm machen.