Weinheim

Michaela von Wedelstädt ist an ihrer Traumschule angekommen 

Die junge Rektorin leitet die Theodor-Heuss-Grundschule in Oberflockenbach seit Ende 2023. Am 20. November 2024 wird sie endlich offiziell in ihr Amt eingeführt.

Die Klassenziemer sind hell und schön, die Schule ist bestens ausgestattet. Optimale Startbedingungen für Schüler und Lehrer. Foto: Michael Callies
Die Klassenziemer sind hell und schön, die Schule ist bestens ausgestattet. Optimale Startbedingungen für Schüler und Lehrer.

Michaela von Wedelstädt ist angekommen – in ihrer Traumschule, wie sie selbst sagt. Bereits am 6. Dezember 2023 hat sie die Schulleitung der Theodor-Heuss-Grundschule übernommen, am Mittwoch, 20. November, wird sie aber erst offiziell in ihr Amt eingeführt. Der Grund für die verspätete Feier waren Terminschwierigkeiten, immerhin wird in der Turnhalle auch ein Vertreter des Schulamtes erwartet.

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Kleine Grundschule mit 81 Kindern

Längst hat sich die 42-Jährige in der kleinen Grundschule, an der gerade mal 81 Schüler das Abc und Einmaleins erlernen, eingelebt. „Wir sind ein tolles Team“, sagt sie und bezieht sich damit in erster Linie auf ihre sechs Kollegen, die beiden Religionsfachkräfte und die Dame im Sekretariat. Aber auch das Verhältnis zu den Eltern der Kinder lässt von Wedelstädt nicht unerwähnt. So sei es wirklich großartig, wie sich die Eltern hier einbringen würden. Ganz besonders aber hat sie ihre Schülerinnen und Schüler ins Herz geschlossen. „Ich kenne alle mit Vornamen, und das ist eben der Vorteil an einer kleineren Schule“, macht die Pädagogin deutlich, dass sie genau solch eine Schule gesucht hat. Hier könne sie selbst noch unterrichten und habe nicht nur Organisatorisches zu leisten. An der Theodor-Heuss-Grundschule unterrichtet sie Mathematik und Musik in der vierten Klasse. Und auch die erste Klasse profitiert von ihren Mathekenntnissen.

Konrektorin in Heidelberg-Bahnstadt

Zuletzt war die gebürtige Mülheimerin (Ruhrgebiet) zwei Jahre an der Bahnstadt-Grundschule in Heidelberg als Konrektorin aktiv. Dort sind es rund 330 Schüler gewesen. „Es war auch dort interessant, aber es blieb kaum Zeit für den Einzelnen. Ich bin ganz einfach Lehrerin mit Leib und Seele.“ Der Entschluss, Lehrerin zu werden, fiel bei ihr ganz früh in der Kindheit. So fand sie den Unterricht ihrer Kunstlehrerin in der Grundschule so klasse, dass damals schon klar war: „Ich mache das auch.“

Nach ihrem Lehramtsstudium für Grund- und Hauptschule, das sie in Essen, Münster und Freiburg absolvierte, ging sie zunächst einmal als „Teaching Assistant“ für ein Jahr nach England, ehe sie im Allgäu ihr Referendariat absolvierte. Über eine Privatschule in Hamburg ging es nach Bammental (der Liebe wegen), an die Sepp-Herberger-Grundschule nach Hohensachsen, nach Heidelberg und schließlich nach Oberflockenbach. „Manchmal dauert es eben, bis man die richtige Stelle gefunden hat“, macht sie keinen Hehl daraus, dass sie sich in der Theodor-Heuss-Grundschule wohlfühlt. „Ich bin gekommen, um zu bleiben.“

Schule ist gut ausgestattet

Die Schule sei gut ausgestattet. Zwei Medienwagen mit 40 iPads sorgen dafür, dass die Digitalisierung hier längst kein Fremdwort mehr ist. Allerdings müsse die Digitalisierung bei den Schülern in diesem Alter auch ihre Grenzen haben. So sei es besonders wichtig, dass die Schulkinder auch wissen, wie sich Papier und Stifte anfühlen. „Ich denke, dass wir bei uns an der Schule das richtige Mittelmaß finden.“ Natürlich gehen solche Anschaffungen nur dann, wenn die finanziellen Mittel vorhanden sind. Die Stadt Weinheim kümmere sich wirklich toll um ihre Schulen. Ein engagierter Förderverein sorgt zudem dafür, dass es auch mal etwas außer der Reihe gibt. So können sich die Kinder schon jetzt auf leckere Nikolausgeschenke freuen, die über den Förderverein gekauft und verteilt werden. Der Förderverein, der aktuell noch von „ehemaligen Eltern“ geführt wird, soll bald schon eine neue Führung bekommen, außerdem suche man nach weiteren Mitgliedern, die den Verein finanziell und mit Manpower unterstützen. Das sollte in dieser Schule auch kein Problem sein. Mit Michaela von Wedelstädt hat die Schule eine engagierte und motivierte Schulleiterin gefunden, die gerne ihre Erfahrungen einbringt, die sich aber auch nicht vor Neuem verschließt. Bei der Amtseinführung können sich die Gäste von ihr ein genaues Bild machen, sollten sie es noch nicht haben.