Weinheim

Nach Überflutung am Weinheimer Kreuz: Sperrung aufgehoben

Die Überleitung von der BAB 659 zur BAB 5 Richtung Heidelberg/Karlsruhe ist wieder frei. Auch die Ursache für die Überschwemmung wurde behoben.

Überflutung auf der Autobahn: Die Überleitung von der BAB 659 zur BAB 5 stand unter Wasser. Foto: PR-Video/Priebe
Überflutung auf der Autobahn: Die Überleitung von der BAB 659 zur BAB 5 stand unter Wasser.

Seit Mittwochnachmittag (9.10.24) rollt der Verkehr wieder reibungslos am Autobahnkreuz Weinheim. Die kurzfristige Vollsperrung der Überleitung von der A 659 aus Mannheim kommend auf die A 5 in Fahrtrichtung Heidelberg/Karlsruhe wegen Überflutung der Fahrbahn konnte am Mittwoch gegen 16 Uhr aufgehoben werden. Aufgrund der Überflutung ist es am Dienstag an dieser Stelle auch zu einem Unfall gekommen. Wir haben darüber berichtet.

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Zu viel Wasser im Bachlauf

Petra Hentschel, Sprecherin der Niederlassung Südwest der Autobahngesellschaft des Bundes, die für den Bereich verantwortlich zeichnet, teilte auf Nachfrage von WNOZ mit, „dass die Ursache für die Überflutung am vollgelaufenen Landgraben, der unter der Autobahn durchführt, zu finden war.“ Aufgrund der heftigen Niederschläge am Dienstag sei zu viel Wasser im Bachlauf gewesen. Das Wasser habe sich in der Folge einen Umweg gesucht und sei in das Entwässerungssystem der Autobahn gelaufen. „Das System ist nicht dafür ausgelegt, Wasser, aus einem fließenden Gewässer aufzunehmen, sondern verkraftet nur das Regenwasser, das sich auf der Fahrbahn ansammelt“, so Hentschel. Das Entwässerungssystem der Autobahn habe die große Menge an zusätzlichem Wasser schließlich nicht mehr verkraften können und sei übergelaufen, deshalb die Überflutung der Fahrbahn.

Sandsäcke gegen Hochwasser

Der Bauhof der Stadt Weinheim setzte am Mittwochmorgen umgehend Baggerarbeiten und eine Sicherung mit Sandsäcken in Gang. Damit sei die Situation seitens des Landgrabenverbandes Weschnitz deutlich verbessert worden, so die Vertreter der Stadt. Der Schutzwall wurde errichtet, um das Wasser im Bachlauf zu halten, den Druck auf das Entwässerungssystem zu nehmen und so die Situation zu entspannen.

Der Bauhof der Stadt hat am Mittwoch schnell auf die Überflutung des Autobahnzubringers reagiert und mit Sandsäcken einen Damm errichtet. Damit soll kein weiteres Wasser aus dem Landgraben in das Entwässerungssystem fließen. Foto: Stadt Weinheim
Der Bauhof der Stadt hat am Mittwoch schnell auf die Überflutung des Autobahnzubringers reagiert und mit Sandsäcken einen Damm errichtet. Damit soll kein weiteres Wasser aus dem Landgraben in das Entwässerungssystem fließen.

Seitens der Autobahn GmbH habe man bis auf Weiteres und aufgrund der zusätzlich angekündigten starken Regenfälle die Beschilderung im Bereich der Auffahrt geändert. Das Tempo vor der Überleitung wurde von 100 auf 80 Stundenkilometer reduziert. In der Kurve der Tangente gilt jetzt Tempo 40. Hentschel geht davon aus, dass es hier zu keinen weiteren Überflutungen der Fahrbahn kommen wird. „Wir sind sicher, dass der Damm mit den Sandsäcken halten wird.“ In den vergangenen Monaten ist es in diesem Bereich immer wieder zu Überflutungen gekommen.

Keine Verstopfungen im Graben

Oliver Torni, Tiefbauingenieur im Weinheimer Rathaus, betonte in einer Pressemitteilung der Stadt, dass der Landgraben alleine nicht der Verursacher der Überschwemmung gewesen sei. Es habe im Landgraben selbst keine Verstopfungen oder Missstände gegeben, die zu einem Rückstau geführt hätten. Die Entwässerungssituation unter der Autobahn bedürfe daher einer weiteren Klärung durch alle Beteiligten, forderte daher auch Weinheims Oberbürgermeister Manuel Just. Die Stadt hat angemahnt, bei einer bevorstehenden Sanierung der betroffenen Anschlussstelle die Entwässerungsanforderungen der Autobahn unbedingt genauer unter die Lupe zu nehmen, zumal Starkregenereignisse in Zukunft sicher nicht seltener würden.

In den vergangenen Monaten kam es wiederholt zu Überflutungen in diesem Autobahnbereich, die die Verkehrsteilnehmer verärgert hatten und zu Verkehrsbehinderungen führten.