PV-Anlage liefert Strom fürs Miramar
Im Zuge der Dachsanierung hat das Weinheimer Freizeitbad eine Photovoltaikanlage installiert, die künftig mehr als neun Prozent des Strombedarfs decken soll.
Energie ist ein wesentlicher Kostenfaktor für ein Familien- und Freizeitbad wie das Miramar in Weinheim. Das verdeutlichen die Verbrauchszahlen. Pro Jahr benötigt das Bad nach Angaben des Betreibers rund 7,0 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom und 22 Millionen kWh Wärme.
Jubiläum im Oktober
Deshalb hat das Miramar, das im Oktober sein 50-jähriges Bestehen feiert, schon früh in erneuerbare Energien investiert. Seit 2005 nutzt man Geothermie zur Wärmegewinnung, 2010 kam ein Blockheizkraftwerk hinzu; beides wurde vom Miramar in Zusammenarbeit mit der MVV realisiert. Jetzt hat das Freizeitbad den nächsten Schritt getan.
Im Zuge der Dachsanierung wurde nicht nur die Dämmung erneuert, sondern auch eine große Photovoltaikanlage installiert, die künftig bis zu 650 000 kWh Strom pro Jahr liefern soll. Das wären immerhin 9.3 Prozent des gesamten Strombedarfs.
1,5 Millionen Euro für Dachsanierung und PV-Anlage
Rund 1,5 Millionen Euro hat das Unternehmen nach eigenen Angaben investiert. „Alle Bäder dieser Welt benötigen für den Betrieb Strom und Wärme. Wir setzen seit langer Zeit auf regenerative Energien. Geschäftlich, um Kosten zu sparen, aber auch aus der völlig selbstverständlichen Haltung, möglichst nachhaltig unseren Energiebedarf zu decken“, erklärt Geschäftsführer Marcus Steinhart in einer Pressemitteilung. Nicolas Steinhart, Assistent der Geschäftsführung, geht davon aus, dass sich das Investment in die PV-Anlage bereits nach acht Jahren „rechnet“.
Das nächste Großprojekt
Allein in den vergangenen 20 Jahren habe man rund 30 Millionen Euro in das Bad investiert – „teils für neue Saunen und Rutschen und andere Attraktionen, aber auch für Instandhaltung und Modernisierung des Badebetriebs“. So habe man zum Beispiel während der Schließung in der Hochphase der Corona-Pandemie Becken neu gefliest, die Steuerungstechnik und das Kassensystem erneuert sowie die Umkleiden neu gestaltet. Die nächste große Investition könnte – wie berichtet – der Bau eines Parkdecks und eines Hotels werden, sofern der Gemeinderat zustimmt und eine Einigung mit den Grundstückseigentümern gelingt. pro/–