Feuerwehr-Einsatz bei Langnese in Heppenheim: Kakaopulver brennt
Die Heppenheimer Feuerwehr war mit starken Kräften vor Ort.
Ein arbeitsreicher Mittwochvormittag liegt hinter der Freiwilligen Feuerwehr Heppenheim. Gleich zweimal binnen weniger Stunden mussten die Brandschützer ausrücken. Beide Male konnten sie durch rasches Eingreifen Schlimmeres verhindern.
„F3 ausgedehnter Brand, Sondergebäude“ lautete die Alarmierung am frühen Mittwochmorgen gegen 7 Uhr. Ganz so dramatisch stellte sich Lage vor Ort dann glücklicherweise nicht dar. Bei der Firma Langnese hatte sich bei Revisionsarbeiten in einem Silo gelagertes Kakaopulver an der Heizung entzündet. Wie Stadtbrandinspektor Christian Stadler berichtete, glimmte das Pulver nur, es kam nicht zu einem offenen Brand. Man habe aus dem Pulver sozusagen „Kaba“ gemacht, also Wasser zugesetzt, erklärte Stadler anschaulich. Diese Flüssigkeit wurde dann unter dem Einsatz von Atemschutzgeräteträgern mit einem Saugpumpwagen abgepumpt.
30 Einsatzkräfte vor Ort
Bei der Brandbekämpfung beteiligt waren sechs Fahrzeuge der Heppenheimer Feuerwehr mit 30 Einsatzkräften, auch die Gefahrenabwehr des Kreises war vor Ort. Gut zwei Stunden nach Beginn des Einsatzes wurde dieser abgeschlossen und die Feuerwehr konnte wieder abrücken.
Kaum hatte man auf dem Stützpunkt die Fahrzeuge wieder aufgeräumt und gesäubert, gab es um 9.55 Uhr die nächste Alarmierung und die Feuerwehr musste erneut ausrücken. In einem Hochhaus in der Hüttenfelder Straße brannte das Zimmer einer Wohnung im Erdgeschoss. Wie Stadler mitteilte, erfolgte der Löschangriff von außen und war so schnell erfolgreich, dass das Gebäude, in dem viele Senioren und ukrainische Flüchtlinge leben, nicht evakuiert werden musste.
Während die Wohnung selbst stark verqualmt gewesen sei, habe sich im Rest des Gebäudes kaum Rauch ausgebreitet, so der Stadtbrandinspektor. Ein Bett im betroffenen Zimmer brannte komplett weg. Die Bewohner, eine Familie mit vier Kindern, war zum Zeitpunkt des Brandes nicht im Haus. Die Wohnung ist nicht mehr bewohnbar.
Die Brandursache ist noch unklar, die Polizei ermittelt. Gegen 12.30 Uhr konnte die Feuerwehr wieder abrücken und musste sich dann erneut an das Aufräumen und Säubern von Fahrzeugen, Gerätschaften und Kleidung machen. Zuletzt hatte es in dem Hochhaus an Weihnachten 2023 gebrannt, seinerzeit musste das Haus evakuiert werden, da sich die brennende Küche im vierten Stock befand und ein Übergreifen der Flammen nicht ausgeschlossen werden konnte. Während damals rund 100 Einsatzkräfte dafür sorgten, dass weder das restliche Gebäude noch Menschen Schaden nahmen, waren am Mittwoch nur rund 30 Feuerwehrleute nötig, um den Brand zu löschen.