Gastronomie

Tines Café soll auch in Hemsbach eine Lücke schließen

Christine Wallat aus Großsachsen eröffnet ab Herbst Tines Café 2.0 in Hemsbach. Vom „Lost Place“ zur Begegnungsstätte?

Noch steht die Theke in alter Optik und der Gastraum ist leer, aber Christine Wallat will ihre Ideen in der Hemsbacher Schlossgasse jetzt in Taten umsetzen. Foto: Anja Treiber
Noch steht die Theke in alter Optik und der Gastraum ist leer, aber Christine Wallat will ihre Ideen in der Hemsbacher Schlossgasse jetzt in Taten umsetzen.

In Großsachsen hat sich Tines Café in der Breitgasse längst zum beliebten Treffpunkt entwickelt. Seit zwölf Jahren drückt Christine Wallat ihrem „Baby“ den Stempel auf. Bei Tine treffen sich Stammtische, werden Feiern ausgerichtet, ein ungezwungener Schnack gehalten – nicht selten ohne dabei auch die Neuigkeiten im Ort auszutauschen. Das wird auch weiter so bleiben, wenn Wallat bis spätestens Oktober ihr neues Projekt angeht: Tines Café 2.0 in Hemsbach.

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Aktuell noch ein „Lost Place“, aber in Zukunft ein neuer Treffpunkt: der zum Café gehörende Hof von Tines Café.
Aktuell noch ein „Lost Place“, aber in Zukunft ein neuer Treffpunkt: der zum Café gehörende Hof von Tines Café.

Und weil das Konzept in Großsachsen so gut funktioniert, will die Gastronomin am Erfolgsrezept an neuer Stätte nicht viel ändern. Auch der Name bleibt gleich. Im ehemaligen „Café Mimi“ in der Schloßgasse soll es auch in Hemsbach Kaffee, Kuchen und Frühstück geben. Zunächst von dienstags bis freitags zwischen 10 und 18 Uhr. „Dann sehen wir, wie es angenommen wird“, sagte die 55-Jährige, die auch einen Service am Wochenende nicht ausschließt. „Vielleicht ergibt sich ja diese Chance.“

Ort geradezu prädestiniert

Schließlich ist der Raum mit dem angrenzenden Innenhof zwischen Integrationsbüro und Stadtseniorenrat prädestiniert für einen gemütlichen Plausch bei Kaffee und Kuchen. „Etwas, das Hemsbach noch fehlt“, findet nicht nur Tine Wallat, sondern auch der Gemeinderat, der Wallats Konzept nach einem Bewerbungsverfahren den Zuschlag gab. Die Räumlichkeiten, die im Innenbereich 20 bis 25 Personen Platz bieten, standen seit Herbst vergangenen Jahres leer. Im Hof ist noch einmal Platz für 30 Personen. „Als ich das hier gesehen habe, musste ich nicht lange überlegen. Es ist mir quasi vor die Füße gefallen, ich hatte ja nicht gesucht. Aber hier kann etwas richtig Schönes entstehen“, sagt Wallat, auf die jetzt jede Menge Arbeit und die Akquise neuer Mitarbeiter wartet.

Der Innenhof soll ein gemütlicher Rückzugsort werden. Foto: Anja Treiber
Der Innenhof soll ein gemütlicher Rückzugsort werden.

Zunächst einmal geben sich ab Juli aber die Handwerker die Klinke in die Hand, ehe mit der Inneneinrichtung begonnen werden kann. Viele technische Geräte wie Gefrier-, Kühlschrank und Produktions-Backofen muss Tine Wallat neu anschaffen Bei der Konzessionsvergabe sollte es dank Wallats erfolgreicher gastronomischer Vergangenheit dann keine Probleme geben. Der hübsche Innenhof hat viel Potenzial, allerdings gleicht der aktuell eher einem „Lost Place“ und bedarf noch eingehender Behandlung eines Gärtners. „Wir wollen den Hof weiter aufwerten“, sagt die Gastronomin aus Großsachsen. „Dann haben sowohl die Gäste als die Anwohner etwas davon.“

Ihr Angebot im Café sieht sie als Bereicherung der Hemsbacher Gastroszene, nicht als Konkurrenz. Auch deshalb will die Großsachsenerin mit ihren Öffnungszeiten den Restaurants nicht in die Quere kommen. „Auch Sulzbach und Laudenbach sitzen, was ein Café angeht, ja auf dem Trockenen.“

Noch wird fleißig renoviert, doch bald will Christine Wallat "Tines Café" auch in Hemsbach öffnen. Foto: Anja Treiber
Noch wird fleißig renoviert, doch bald will Christine Wallat "Tines Café" auch in Hemsbach öffnen.

Ergänzend zum kulinarischen Angebot will Tine Wallat auch kleine Geschenkartikel anbieten. An Ideen mangelt es der quirligen Frau nicht, jetzt geht es an die Umsetzung. „Wann wir eröffnen, hängt davon ab, wie wir handwerklich vorankommen“, sagt Wallat. Auf einen Eröffnungstermin kann sie sich nicht festlegen, auch wenn die geöffnete Tür immer öfter die Neugier von Passanten anlockt. „Spätestens im Oktober“ soll es aber schon sein.

Tines Café in Großsachsen bleibt

Tines Café 1.0 in Großsachsen wird trotz der Doppelbelastung bestehen bleiben. „Da müssen sich die Saasemer keine Sorgen machen“, sagt die Frau mit dem ansteckenden Lachen. „Das fangen wir mit Mitarbeitern auf.“ In Großsachsen, wo sie nach Gründung der neuen Handball-Spielgemeinschaft Saase3Leutershausen (S3L) mithilfe von Jonas Melcher eine „TVG-Handball-Gedenkwand“ einrichten will, hat Wallat Heimspiel. Das Auswärtsspiel in Hemsbach will die ehemalige Handballerin mit ihrer Art „bei de Leit zu bleiwe“auch für sich entscheiden.