Charity

Über 450 Teilnehmer beim Radtreff Rhein-Neckar

Sie trotzten der Hitze für das Gemeinwohl: Durch die Teilnehmer des Radtreffs Rhein-Neckar kamen 28.000 Euro zusammen. Halt machten sie unter anderem bei Danilo‘s in Weinheim - für Besitzer Carocci eine Ehrensache.


Marcel Sowa
von Marcel Sowa

10.07.2023


Vor allem die Getränke waren beim Zwischenhalt des Radtreffs Rhein-Neckar beim Weinheimer Restaurant Danilo's schnell vergriffen - bei den Temperaturen mehr als verständlich. Foto: Philipp Reimer
Vor allem die Getränke waren beim Zwischenhalt des Radtreffs Rhein-Neckar beim Weinheimer Restaurant Danilo's schnell vergriffen - bei den Temperaturen mehr als verständlich.

Auch die drückende Hitze und weit mehr als 30 Grade konnten sie nicht aufhalten: Etwa 450 Radfahrer sind am Sonntag für den guten Zweck durch die Region gefahren. Dabei machten die Teilnehmer des Radtreffs Rhein-Neckar unter anderem Halt bei Danilo's in Weinheim, um sich für die Weiterfahrt zu stärken. Für Besitzer Danilo Carocci eine Herzensangelegenheit, wie er im Gespräch verrät.

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„Ich bin seit meiner Kindheit mit dem Radsport verbunden: zuerst als aktiver Fahrer, später als Teamleiter.“ Er und Rolf Heutling, der das Event für den Verein Radsport Rhein-Neckar organisiert, kennen sich schon seit vielen Jahren. Früher waren sie in der Rad-Bundesliga Konkurrenten, doch schon lange unterstützen sie sich gegenseitig. Carocci beispielsweise ist auch schon in der Vergangenheit als Helfer beim Radtreff involviert gewesen. Und im vergangenen Jahr reifte in ihm der Entschluss, dieses Mal selbst für die Verpflegung aufzukommen. Seine Mitarbeiter halfen alle ehrenamtlich mit, auch Freunde und Familienangehörige beteiligten sich.

1000 Würstchen, 100 Kilo Kartoffelsalat und 600 Kuchenstücke

Im Vorfeld war der Besitzer von Danilo's durchaus nervös und wusste nicht so recht, was da am Sonntagmittag im wahrsten Sinne des Wortes auf ihn zugerollt kommt. „Es gab 1000 Würstchen, 100 Kilo Kartoffelsalat und 600 Kuchenstücke. Wir dachten erst, das wäre viel zu viel, aber war wirklich alles weg“, berichtet er. Auch bei den Getränken wurde aufgrund der Temperaturen natürlich fleißig zugegriffen. „Die Verpflegung für 500 Beteiligte bereitzustellen, war schon eine große Herausforderung“, so Carucci, der alles aus eigener Tasche bezahlt hat, damit mehr Spendengeld für den guten Zweck übrigbleibt.

Voll des Lobes war Radtreff-Organisator Rolf Heutling: „Das war nicht mehr zu toppen, und die erste Resonanz der Teilnehmer zur Verpflegung fällt ebenfalls positiv aus.“ Er sei Carucci sehr dankbar, der alles privat organisiert und zur Verfügung gestellt habe.

„Die Gesamtsumme setzt sich aus der Teilnehmergebühr in Höhe von 55 Euro sowie weiteren Spenden zusammen und wird immer für gemeinnützige Zwecke gespendet“, erklärt Rolf Heutling vom veranstaltenden Verein Radsport Rhein-Neckar. Eine wichtige Rolle würden auch Sponsoren spielen, die Materialien wie Trikots zur Verfügung stellen.

Polizei sicherte die Kolonne ab

Für die 450 Radfahrer ging es am Sonntagmorgen um 9 Uhr am Racket Center in Nußloch los. Die imposante Gruppe wurde auf ihrem Weg noch von Helfern begleitet. Vorne und hinten sicherte die Polizei die Kolonne ab, auch die Rettungskräfte des DRK fuhren mit. Vor ihrem Halt in Weinheim fuhr der Radtreff zuerst nach Heiligkreuzsteinach-Lampenhain, um dort der Gemeinde eine Spende in Höhe von 1000 Euro für gemeinnützige Zwecke zu übergeben. In Weinheim ging die gleiche Summe an die Caritas.

Über Viernheim und Ladenburg machten sich die Radfahrer wieder auf den Weg zurück nach Nußloch. Die Gemeinde erhielt ebenfalls eine 1000-Euro-Spende. Ein Großteil des Spendengeldes ging jedoch an das Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (kiTZ): 25.000 Euro kommen der Einrichtung zugute.

„Extreme Hitze auf sich genommen“

Was Heutling besonders imponierte: „Die Teilnehmer haben auch die extreme Hitze auf sich genommen, um für den guten Zweck zu fahren. Das war einfach großartig.“ Insgesamt legten die Radfahrer an diesem Tag 112 Kilometer zurück.

Das Event findet bereits zum 26. Mail statt und nächstes Jahr soll die Reise nach Obrigheim in den Neckar-Odenwald-Kreis führen. ms