Hirschberg

Umbau des katholischen Kindergartens St. Martin abgeschlossen

Nach einer 14-monatigen Übergangsphase in einem Provisorium kehren die Kindergartenkinder in ihr saniertes Gebäude in Leutershausen zurück.

Heller, geräumiger und viel schöner: Der Umbau des katholischen Kindergartens St. Martin ist abgeschlossen. Am Mittwoch bezogen die Kinder, die zuvor im Grundschulpavillon betreut wurden, ihre neuen Räume. Vor den fünf Bildungsbereichen befinden sich die Garderoben der Gruppen. Foto: Fritz Kopetzky
Heller, geräumiger und viel schöner: Der Umbau des katholischen Kindergartens St. Martin ist abgeschlossen. Am Mittwoch bezogen die Kinder, die zuvor im Grundschulpavillon betreut wurden, ihre neuen Räume. Vor den fünf Bildungsbereichen befinden sich die Garderoben der Gruppen.

Es ist vollbracht. Jetzt gilt es, anzukommen, sich zurechtzufinden und alle Räume des katholischen Kindergartens St. Martin zu beziehen. Am 21. Dezember feierten die Kinder der Igel-, Regenbogen- und Sternengruppe ihren Abschied vom Grundschulpavillon. Am Montag rückten die Mitarbeiter des Transportunternehmens Brecht aus Leimen an. „Bis Dienstag haben wir alle ganz schön geschuftet“, sagte die Kindergartenleiterin Alexandra Horstfeld und atmete am Mittwochmorgen tief durch, da die 100 Kinder der fünf Gruppen nun wieder gemeinsam an einem Ort betreut werden. Denn das 14-monatige Provisorium im Pavillon der Martin-Stöhr-Grundschule gehört nun endlich der Vergangenheit an. Für den katholischen Kindergarten beginnt nach der Sanierung des Gemeindezentrums in der Fenchelstraße 10 eine neue Zeitrechnung. 2,9 Millionen Euro hat der Umbau übrigens gekostet.

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Pläne von Architekt Göhrig

Drei Teile beinhaltete die Sanierung des 1968 errichteten Gebäuden: neuen Anbau, Komplettsanierung (Böden, Decken, Wände, Elektro, Heizung und Sanitär) und den erforderlichen internen Umbau. Hinzu kam eine neue Lüftungsanlage für die vier zu sanierenden Gruppenräume im Erdgeschoss und den Gemeindesaal beziehungsweise den Essensbereich im Untergeschoss. Die Pläne stammten vom Leutershausener Architekten Peter Göhrig, der bei den Kosten quasi eine Punktlandung hinlegte. Horstfeld lobte ohnehin die gute Zusammenarbeit mit dem Architekten in den letzten Monaten.

Die 100 Kinder freuen sich auf ihr neues Domizil

Beim Rundgang zeigte sich die Leiterin hellauf begeistert vom Ergebnis des Umbaus, der im Oktober 2022 begonnen hatte. Ihr 25-köpfiges Team, die 100 Kinder und deren Eltern freuen sich ebenso auf ihr neues Domizil, welches die Knirpse an diesem Morgen erst einmal richtig erkundeten. Während des Umbaus blieben die Maulwurf- und die Sonnengruppe im alten Gebäude, die drei anderen (Igel-, Regenbogen- und Sternengruppe) wurden im Pavillon betreut.

Man sieht und fühlt den Unterschied

Wer das umgebaute Gebäude betritt, sieht und fühlt sofort den Unterschied: Vorher war der Gang schmal und dunkel. Jetzt ist er hell und viel breiter. Es wirkt alles viel einladender und offener. Vor den jeweiligen fünf Bildungsbereichen des Kindergartens befinden sich ab sofort die Garderoben der Kindergartengruppen. So hängen etwa die Jacken der Maulwürfe vor dem Schwerpunktzimmer Spiele, Welt und Kinderbücher. Vor dem Raum mit dem Titel „Rollenspiel“ haben etwa die Sterne ihren Garderobenbereich. Bauen, Konstruieren, Werkstatt heißt der dritte, Kreatives der vierte sowie Forschen und Experimentieren der fünfte Bildungsbereich. Davor befinden sich jeweils die Garderoben von Igel-, Sonnen- und Regenbogengruppe.

Neu im Erdgeschoss sind separate Räume für Wasch- und Putzmittel; frisch saniert sind zudem die Toiletten.

Kindergartenleiterin Alexandra Horstfeld ist glücklich über ihr neues Domizil. Foto: Fritz Kopetzky
Kindergartenleiterin Alexandra Horstfeld ist glücklich über ihr neues Domizil.

Neuer Gemeindesaal St. Martin

Mit den Worten „Den Martinssaal werden Sie nicht erkennen“ öffnete die Kindergartenleiterin Horstfeld die Tür im Untergeschoss. In der Tat: Die Dunkelheit des Raums gehört der Vergangenheit an. Dafür sorgt das Tageslicht, welches durch die Fenster scheint. Es ist auch nicht mehr so stickig wie früher; die Lüftungsanlage leistet ganze Arbeit.

"Mega, endlich richtiges Licht zu haben"

„Das ist einfach mega, endlich richtiges Licht zu haben“, schwärmte die Leiterin. Im vorderen Bereich des Gemeindesaals befinden sich Tische und Stühle. Dort nehmen die Kindergartenkinder ihr Mittagessen ein. Fürs Frühstück gibt es im Erdgeschoss noch ein Frühstückskaffee. Der Gemeindesaal wurde zu einem Multifunktionssaal umfunktioniert. Denn der Raum besitzt nun eine zwölf Meter lange Trennwand. Damit kann der Raum für Veranstaltungen verkleinert beziehungsweise vergrößert werden. Neu im Untergeschoss sind zudem Toiletten für Kinder und Erwachsene. Und im hinteren Bereich öffnet sich die Tür zum Turnraum. Dort liegt bereits eine blaue Matte auf dem Boden, ansonsten müsse er aber noch richtig eingerichtet werden. Diese Feinarbeit folgt ebenfalls noch, bestätigte die Kindergartenleiterin: „Wie bei einem echten Umzug haben wir uns erst einmal um die wichtigsten Räume gekümmert. Der Rest folgt in den nächsten Tagen. Immerhin warten wir auch noch auf ein paar Schränke.“

Offizielle Einweihung ist Ende Februar geplant

Ende Februar soll es dann eine offizielle Einweihung geben, an der Vertreter der katholischen Kirchengemeinde sowie der politischen Gemeinde teilnehmen werden. Schließlich leistet die Gemeinde Hirschberg erhebliche Investitionszuschüsse.