Weinheim: Drängler verursacht Unfall auf A5 mit vier Verletzten und hohem Sachschaden
Ein 23-Jähriger hat am Samstagabend einen Unfall auf der A5 zwischen Hemsbach und Weinheim verursacht. Der Mann stand offenbar unter Einfluss von Drogen und hatte mit Lichthupe im Verkehr gedrängelt.
Weinheim. Ein 23 Jahre alter Autofahrer hat einen Unfall am Samstagabend auf der A5 zwischen der Anschlussstelle Hemsbach und dem Autobahnkreuz Weinheim verursacht (wir berichteten). Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurden vier Personen bei dem Unfall leicht verletzt, es entstand hoher Sachschaden. Insgesamt waren drei Fahrzeuge beteiligt. Die A5 in Richtung Heidelberg wurde infolge des Unfalls vorübergehend voll gesperrt - und noch vor 22 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben.
Der 23-Jährige habe gegen 20 Uhr bei stockendem Verkehr an der Anschlusstelle Hemsbach den linken Fahrstreifen befahren und andere Verkehrsteilnehmer mittels Lichthupe aufgefordert, die Fahrbahn zu verlassen. Im weiteren Verlauf fuhr er mit seinem BMW auf den Pkw eines 36-Jährigen auf. Im Auto des 36-Jährigen saßen zwei Kinder – sie blieben unverletzt. Nach einer Mitteilung der Polizei am Samstagabend wurden die Kinder vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.
Die Fahrzeuginsassen des BMW verließen nach dem Unfall das Fahrzeug. Hierbei wurde nach Polizeiangaben der Fahrzeugschlüssel abgezogen, weshalb die Beleuchtung nicht mehr aktiv war. Daraufhin kollidierte ein 39-jähriger Autofahrer mit dem unbeleuchteten BMW.
Bei der Unfallaufnahme stellten Beamte bei dem 23-jährigen BMW-Fahrer Hinweise auf Drogenkonsum fest, einen Drogentest habe der Mann verweigert. Daraufhin sei der Mann über das angrenzende Feldgebiet geflüchtet - ein Mitfahrer habe ihn jedoch telefonisch zur Rückkehr bewegen können.
Auf der Dienststelle musste der Mann eine Blutprobe abgeben, seinen Führerschein habe er den Beamten freiwillig überreicht. Die drei beteiligten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 50.000 Euro, auch Feuerwehr und Rettungskräfte waren im Einsatz. In einer vorherigen Mitteilung der Polizei waren die Beamten noch davon ausgegangen, dass alle Beteiligten unverletzt waren. Diese Aussage wurde am Sonntag korrigiert. Die Ermittlungen dauern an. (dls)