Update: Meterhohe Flammen - Gartenhaus in Weinheimer Idylle brennt nieder
Ein Gartenhaus in Weinheim ist in der Nacht auf Sonntag niedergebrannt. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.
Weinheim. In der Nacht auf Sonntag, 24. August, wurden die Abteilungen Stadt sowie Lützelsachsen-Hohensachsen der Feuerwehr Weinheim kurz vor 1 Uhr zu einem Brand im Gewann Hammelsbrunnen gerufen. Ein Anrufer hatte den Notruf gewählt, nachdem er von der Mannheimer Straße im Bereich hinter der GRN-Klinik einen lichterlohen Feuerschein wahrgenommen hatte, berichtet die Weinheimer Feuerwehr
Feuer weithin sichtbar
Da die Flammen weithin sichtbar waren, musste die genaue Einsatzstelle zunächst lokalisiert werden, was den Einsatzkräften jedoch rasch gelang. Beim Eintreffen stand eine Gartenhütte bereits in Vollbrand. Die Flammen schlugen meterhoch in den Nachthimmel und hatten auf einen angrenzenden Baum übergegriffen. Unter schwerem Atemschutz gingen mehrere Trupps mit Strahlrohren in den Löschangriff. Die Einsatzleitung vor Ort übernahm der stellvertretende Feuerwehrkommandant Thomas Keller, der die Kräfte und die Brandbekämpfung koordinierte. Dank des schnellen und gezielten Vorgehens konnte eine Ausbreitung des Feuers auf weitere Bäume und das Umfeld verhindert werden.
Die Lage mitten im Feld stellte die Feuerwehr zwar vor besondere Herausforderungen. Die Anfahrt über die Wormser Straße und die dortigen Feldwege war jedoch gut möglich, sodass die Fahrzeuge bis nahe an die Einsatzstelle heranfahren konnten.
Zusätzlich wurde ein Wechselladerfahrzeug mit einem Abrollbehälter für Löschmittel als Wasserpuffer eingesetzt. Damit stand genügend Löschwasser zur Verfügung, ohne eine aufwendige Versorgung über lange Wegstrecken aufbauen zu müssen. Trotz der intensiven Löschmaßnahmen flammten immer wieder kleinere Brandherde auf. Diese wurden mit Dunghaken auseinandergezogen und gezielt abgelöscht. Um letzte Glutnester sicher zu beseitigen, wurde die betroffene Fläche anschließend großflächig gewässert und mit der Wärmebildkamera kontrolliert.
Ein Baum musste gefällt werden, da er durch die Flammen stark beschädigt war. Die Einsatzstelle wurde großflächig ausgeleuchtet, um die Arbeiten sicher durchführen zu können. Nach rund anderthalb Stunden konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Die Nachlöscharbeiten und die abschließende Brandnachschau dauerten noch bis in die frühen Morgenstunden. Gegen 2.30 Uhr wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben. Im Anschluss rückten die Fahrzeuge wieder ein und die eingesetzte Mannschaft stellte die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wieder her. Personen wurden nicht verletzt. Im Einsatz waren die Abteilungen Stadt und Lützelsachsen-Hohensachsen der Feuerwehr Weinheim mit mehreren Fahrzeugen sowie Polizei und Rettungsdienst.
Polizei ermittelt
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache und zum entstandenen Sachschaden aufgenommen. Der entstandene Sachschaden wird derzeit auf etwa 5.000 Euro geschätzt. Verletzt wurde niemand. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen im Bereich des Feldgebiets Hammelsbrunnen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefon 06201/10030 beim Polizeirevier Weinheim zu melden.