Neue Variante über Multring im Gespräch

Weinheim präsentiert Fortschritte bei Radschnellverbindung

Bürgerbeteiligung und neue Planungsperspektiven: Infotermin am 3. April in der Zweiburgenschule.

Die Planung zur Radschnellverbindung Mannheim-Viernheim-Weinheim ist einen guten Schritt weitergekommen. Foto: Gunnar Fuchs
Die Planung zur Radschnellverbindung Mannheim-Viernheim-Weinheim ist einen guten Schritt weitergekommen.

Weinheim. Die Planung zur Radschnellverbindung Mannheim-Viernheim-Weinheim ist einen guten Schritt weitergekommen. Diese Radverbindung wurde im Rahmen einer Potentialanalyse des Landes Baden-Württemberg als eine Verbindung mit vordringlichem Bedarf und entsprechendem Potenzial eingestuft. Eine Machbarkeitsstudie im Auftrag der Metropolregion Rhein-Neckar identifizierte für diese Verbindung verschiedene Routenverläufe.

WNOZ WhatsApp-Kanal

Die Weinheimer Nachrichten und Odenwälder Zeitung auf WhatsApp! Aktuelle Nachrichten aus deiner Region. Die Top-Themen jeden Mittag frisch auf dem WhatsApp-Kanal.

Impressum

Daraufhin hat sich der Gemeinderat 2019 dafür ausgesprochen, die Variante „OEG“ weiterzuverfolgen. Diese Variante verläuft im Bereich Weinheim in weiten Teilen entlang der OEG-Bahnlinie. Verworfen wurden damals die Varianten über das Viernheimer Gleis, da bei dieser Variante die Erschließungswirkung für die Stadt Weinheim als nicht so bedeutend eingestuft wurde und artenschutzrechtliche Hürden erwartet wurden. Um die Variante planerisch weiter auszuarbeiten, waren zunächst verschiedene Vereinbarungen, insbesondere zwischen Mannheim und Viernheim erforderlich. Gefördert wird das Projekt von Bund und Land. Eine große Herausforderung stellte der Verlauf über die Landesgrenzen hinweg dar. Für das Projekt mussten unterschiedliche Landesförderungen in Anspruch genommen werden.

Viernheim und Weinheim in der Vorplanung

Ein Abschnitt des RS 15 (Radschnellverbindung Mannheim-Viernheim-Weinheim) wurde bereits im Rahmen der Bundesgartenschau erstellt. Die Stadt Viernheim befindet sich wie Weinheim ebenfalls in der Vorplanung. Die Übergabepunkte zwischen den Kommunen sind auf der Grundlage dessen bevorzugten Trassenverlaufs definiert.

Neben dem Streckenverlauf über den Barbarasteg stellte sich im Laufe der Planung eine Alternative als vielversprechend heraus. Der Verlauf über den Multring, mit direktem, neu zu errichtenden Anschluss an die B3. In den Fokus rückte diese Alternative auch, weil im Zuge der Zukunftswerkstatt der Multring als überdimensionierte Achse identifiziert wurde und darüber hinaus auch die Barrierewirkung der Bahnlinie, vornehmlich für den Fuß- und Radverkehr, bemängelt wurde. Erforderlich wäre hierfür eine Unterführung unter den Bahngleisen.

Diese und weitere Varianten der Radschnellverbindung sowie der Stand der Vorplanung für den Bereich Weinheim sollen nun der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Interessierte sowie Bürgerinnen und Bürger sollen dabei ihre Belange und Anregungen aktiv einbringen. Dies geschieht im Rahmen einer Veranstaltung am Donnerstag, 3. April, 18.30 Uhr in der Zweiburgenschule.